›Tagesthemen‹-Moderatorin Caren Miosga musste sich für manipulative Bildberichterstattung entschuldigen

Schmutzkampagne gegen Bürgerprotest

Nach allem uns vorliegenden Material hat es in Chemnitz keine Hetzjagd gegeben.« Die lapidare Aussage, mit der Wolfgang Klein, Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft Sachsen, eine Anfrage des Journalisten Alexander Wendt beantwortet, lässt kaum Spielraum für Interpretationen.

Auch Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer hat zwischenzeitlich im sächsischen Landtag unmissverständlich klargestellt: »Es gab keinen Mob, keine Hetzjagd und keine Pogrome.«

Fakt ist: Die Behauptung, während der spontanen Trauerdemonstration am letzten August-Wochenende für den von einem kriminellen, abgelehnten Asylbewerber erstochenen Daniel H. hätte in der sächsischen Stadt ein »rechtsextremer Mob« eine regelrechte »Menschenjagd auf Migranten« veranstaltet, ist die »Fake News« des Jahres.

Das ist doppelt brisant. Zum einen, weil unter Berufung auf diese Erfindung seit zwei Wochen die versammelte etablierte Medien­meute eine ideologische Hetzjagd auf die Sachsen im allgemeinen und die Chemnitzer im besonderen veranstaltet. Und noch mehr, weil die Bundesregierung selbst dazu den Startschuss gab, indem sie die Mär von der »Hetzjagd« regierungsamtlich abgesegnet hat.

»Was gestern in Chemnitz zu sehen war und stellenweise auf Video festgehalten wurde […], das hat in unserem Rechtsstaat keinen Platz. Solche Zusammenrottungen, Hetzjagden auf Menschen anderen Aussehens und anderer Herkunft, […] das nehmen wir nicht hin«, hatte Regierungssprecher Steffen Seibert (CDU) am Montag nach dem Mord verkündet.

Und Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte vom fernen Afrika aus, wo sie mit dem gefüllten Portemonnaie des deutschen Steuerzahlers umherreiste, sogar noch nachgelegt: »Wir haben Videoaufnahmen darüber, dass es Hetzjagden gab, Zusammenrottungen […].«

Gesehen hat diese »Videoaufnahmen« bis dato noch niemand. Alles, was die ›Tagesschau‹, die die Behauptungen von Seibert prompt aufgriff, dazu zeigen konnte, war ein Videoschnipsel von einem linken Twitterkonto namens »Antifa Zeckenbiss«. Der Filmfetzen zeigt zwar eine Konfrontation zwischen Einzelpersonen, aber keineswegs eine allgemeine »Menschenhatz«.

Auf dieser jämmerlichen Grundlage verbreitete zuerst ein linksradikaler »Antifa«-Propagandist auf  ›Zeit online‹, dann die Nachrichtenagentur dpa, die Bundesregierung und im Gefolge praktisch der gesamte etablierte Medientross das Horrorgemälde von tobenden Nazis und gejagten Migranten.

Kein »Qualitätsjournalist« fragte nach  Herkunft und  Kontext des dubiosen Videoschnipsels. Eine simple Nachfrage bei der Chemnitzer Polizei hätte ergeben, dass diese auch nichts von »Hetzjagden« wusste. Oder man hätte auf Torsten Kleditzsch hören können, den Chefredakteur der Chemnitzer ›Freien Presse‹, dessen Reporter als einzige das Geschehen aus nächster Nähe begleitet hatten. Der erklärte in einem Interview klipp und klar: Es gab keine Ereignisse, die man als »Hetzjagd« bezeichnen könnte.

Trotzdem läuft die »Hetzjagd«-Kampagne einfach weiter. Die ›Tagesthemen‹ entblödeten sich nicht, unter Bilder vom Trauermarsch der AfD grölende Nazi-Hools aus früheren Aufnahmen zu mischen – angeblich ein »Irrtum«.

Die Absicht dahinter ist klar: Kritik an der Migrationspolitik der Regierung soll mit der »Nazi«-Keule erledigt werden, und ein Vorwand für die Diskreditierung und Verfassungsschutz-Beobachtung der AfD muss auch her.

Ein Stück aus dem Irrenhaus: Die Regierung verleumdet das eigene Volk und schadet damit dem Ansehen Deutschlands im Ausland – und Mainstream-Medien, GEZ-Fernsehen und dpa halfen bei der Verbreitung der politischen Zwecklüge eifrig mit. Die Ironie daran: Die dpa wird aus dem Bundeshaushalt mit Millionenzahlungen und Abonnements unterstützt, weil sie das Renommee Deutschlands im Ausland fördere. Das ist kein kollektives Medienversagen mehr, das ist ein handfester Skandal.

QUELLEBild: Screenshot ARD
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