Hier brüllt der bayrische Löwe 2

In der letzten und gleichzeitig ersten Ausgabe dieser Kolumne schrieb ich noch davon, wie sich unsere Heimat durch die unkontrollierte Masseneinwanderung verändert.

Spiegelbild dieser gravierenden Veränderung unserer Heimat ist das nachlassende außenpolitische Gewicht der Bundesrepublik in der Welt.

Vor einigen Wochen erfuhr ich aus der Presse vom Fall des Christian Wilke.

Herr Wilke, gebürtig aus einem Ort in der Nähe meines Heimatstädtchens, sitzt seit Oktober in den Vereinigten Arabischen Emiraten in Haft. Die Gründe für seine Verurteilung nach der Rechtsordnung der Scharia sind keinem so richtig bekannt und seine Mutter kämpft nun auf allen Ebenen für die Freilassung ihres Sohnes.

Jetzt würde man ja eigentlich vermuten, dass die Inhaftierung eines bundesdeutschen Staatsbürgers in einem Wüstenstaat ein Grund für die Bundesregierung wäre, sich mit allen Mitteln für die Freilassung des Inhaftierten einzusetzen. Bei Deniz Yücel hat das ja, trotz seiner krankhaften Deutschenfeindlichkeit, auch geklappt.

Stattdessen: Schweigen im Walde.

Gut, vielleicht passt Christian Wilke der Bundesregierung nicht so richtig ins Konzept, schließlich heißt er »Christian« und nicht »Iskender« oder trägt einen ähnlich »buntdeutschen« Vornamen.

Sei es wie es sei, es gab Zeiten, da wurde für die grundlose Inhaftierung eines Deutschen in einem Wüstenstaat, ohne jede verlässliche Rechtsordnung, ein Kanonenboot losgeschickt, um für den nötigen Nachdruck zu sorgen.

Ein Kanonenboot muss es heute ja nun nicht sein, es schwimmt ja kaum mehr eines, aber etwas öffentlich ausgetragener, diplomatischer Druck könnte es doch schon sein – oder Frau Merkel?!


Stephan Protschka

ist AfD-Bundestagsabgeordneter aus Niederbayern.

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