Hier kräht der Krah

Good luck, liebe Briten!

Maximilian Krah

von Maximilian Krah

Die Mehrheit der britischen Bürger hat sich entschieden: für den Austritt aus der EU. Doch die Mehrheit der britischen Elite, seien es Banker, Journalisten, Politiker oder Professoren, will die Entscheidung nicht akzeptieren. Sie tun deshalb alles, den Volkswillen zu konterkarieren.

Zunächst haben sie mit der EU einen Scheidungsvertrag ausgehandelt, der einer EU-Mitgliedschaft 2. Klasse entspricht: alle Pflichten, keine Mitspracherechte. Immerhin verweigert das Unterhaus dieser Widerlegung des Volkswillens die Zustimmung; angesichts des deutschen Politik-Trauerspiels beneidet man andere Völker schon für wenig.

Nun hat aber das Unterhaus um eine Verlängerung der Austrittspflicht gebeten und damit direkt dem Ergebnis der Volksabstimmung widersprochen. Ob der Brexit noch auf der Ziellinie verhindert wird, ist offen. Es ist aber jetzt schon ein Lehrbeispiel, wie schwer es ist, demokratische Entscheidungen umzusetzen, die nicht dem entsprechen, was die Eliten wollen.

Ich wünsche den Briten good luck. Sie nehmen ihr eigenes Schicksal in die Hand, sie wollen ihres eigenes Glückes Schmied sein. Eine wahrhaft selbstbewusste Entscheidung! Den Mutigen gehört die Welt. Etwas Besseres als einen überregulierten, intransparenten und bestenfalls halbdemokratischen Moloch wie die EU findet sich immer. Mit neuen Handelsabkommen, einem großzügigen Deal mit Donald Trumps USA und dem Selbstvertrauen, das freie Völker haben, kann das Vereinigte Königreich nach den absehbaren Anfangsschwierigkeiten eine phantastische Erfolgsgeschichte schreiben – und damit auch uns Kontinentaleuropäern Mut zur Freiheit machen!

Maximilian Krah

war bis 2016 Mitglied der CDU. Der promovierte Jurist ist seit 2018 stv. Landesvorsitzender der AfD Sachsen.

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