Hier kräht der Krah:

Leben oder Tod

Maximilian Krah

Ich war bei den Geburten von vier meiner sechs Kinder anwesend. Besonders die natürlichen Geburten – Kaiserschnittgeburten sind medizinische Eingriffe – sind beeindruckende Erlebnisse, in denen die Kraft des Lebens deutlich wird. Ein voll entwickelter, eigenständiger Mensch kämpft sich mit Hilfe der Mutter ans Licht. Wer das einmal erlebt hat, der weiß, dass die Tötung dieses Baby noch im Geburtskanal absurd, abstoßend und abscheulich wäre.

Aber genau das zu erlauben, fordern mittlerweile Linke beidseits des Atlantiks. Als die SPD-Jugendorganisation »Jungsozialisten« damit um die Ecke kam, konnte man es noch als die üblichen Übersteigerungen des politischen Nachwuchs abtun. Im US-Bundestaat New York wurde es aber nun geltendes Recht und die beteiligten Abgeordneten feierten sich dafür. Es war eine Szene aus der Hölle.

In Deutschland fordern Linke, Grüne, SPD und die keineswegs bürgerliche FDP die Aufhebung des Werbeverbots für Abtreibungen. Wie immer knickt die CDU ein und stimmt einem Kompromiss zu – als ob es bei Werbung für Abtreibung Kompromisse geben kann. Ob hierzulande oder in Nordamerika: Der Eifer der Linken gilt der Forderung, Babys legal umbringen zu können. Und das werden sie tun bis unmittelbar vor der Geburt!

Dieselben, die für Abtreibungen werben wollen, fordern Werbeverbote für Zigaretten. Dieselben, die Babys bis unmittelbar vor der Geburt töten wollen, demonstrieren gegen Fleischkonsum und boykottieren Pelzkleidung. Ihnen fällt der eklatante Wertungswiderspruch dabei nicht einmal auf. Sie sind blind. Ihre Kultur ist der Tod. Entweder es gelingt, diesen Angriff auf das Leben unserer Kinder und damit auf unsere Zukunft abzuwehren, oder wir sind verloren. Bei Abtreibung geht es um Leben und Tod – nicht nur des betroffenen Babys.

Maximilian Krah

war bis 2016 Mitglied der CDU. Der promovierte Jurist ist seit 2018 stv. Landesvorsitzender der AfD Sachsen.

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