Hochzeitsballerei im politischen Linksverkehr

Eine Kolumne von Boris T. Kaiser

Die kulturelle Bereicherung auf unseren Straßen, durch Hochzeitskorsos mit Migrationshintergrund, hat kürzlich einen neuen Höhepunkt erreicht. Bei einer türkischen Hochzeit im baden-württembergischen Aalen machten die geladenen Gäste mit rund 50 Autos, Revolvern und sogar einer Maschinenpistole die Straßen unsicher. Die Polizei wollte das junge Glück und die alte Tradition dabei offenbar nicht stören.

Zu Beginn der wilden Zeremonie verstopfte die Hochzeitsgesellschaft mit beschränkter Haftung eine Wohnstraße in der mittelgroßen Stadt bei Ulm – ganz selbstverständlich und gerade so, als sei die öffentliche Straße die Privatzufahrt der türkischen Familie. Die holte dort den Bräutigam ab. Ein Mann schießt mit einer Maschinenpistole in die Luft, zwei weitere ballern mit Pistole und Revolver. Später fallen vor dem Haus der Braut weitere Schüsse. Die Erklärung des Neu-Ehemanns Fatih S. für die Wildwest-Szene an der schwäbischen Alb sagt viel aus über das Verhalten seiner Landsleute an diesem besonderen Tag und die Kultur und Mentalität derjenigen, die ein solches Verhalten an den Tag legen:

»Beim Abholen der Braut ist es Tradition, dass der Vater nicht sofort die Tür aufmacht. Es wird geschossen, um die Familie einzuschüchtern«, berichtete der Bräutigam gegenüber der ›Bild‹-Zeitung. »Der Bruder hat dann für 1.000 Euro die Tür geöffnet. Ohne Schüsse wären es vielleicht 5.000 Euro geworden.«

Welch heitere Spielerei aus einem Kulturkreis, in dem der Wert einer Frau noch immer irgendwo zwischen Raubgut und ein paar auf dem Fleischmarkt erworbenen Lammkeulen zu schwanken scheint. »Für euch Deutsche ist es schwer, das zu verstehen«, sagte der frisch vermählte Autohändler im Interview und hat damit völlig recht.

Der 25-jährige Nachwuchs-Osmane behauptet, nicht zu wissen, ob die Munition scharf war, um dann in bester Cowboy-Manier hinzuzufügen: »Aber nur Kinder schießen mit Schreckschusswaffen.« Eine Gefahr sieht er in der wilden Ballerei auf einer öffentlichen Straße nicht. »Was kann schon passieren? Ich habe noch nie irgendwo gelesen, dass jemand erschossen wurde«, sagt der Autoverkäufer, dem man zumindest abnimmt, dass er einfach generell nicht besonders viel liest. Vielleicht sollte er mal in all den islamischen Ländern nachfragen, in denen solche Luftschüsse bei allerlei feierlichen Anlässen zur Tagesordnung gehören, und wo dabei immer wieder Menschen verletzt und getötet werden.

100.000 Euro soll die feurige Feier mit 1.100 Gästen angeblich gekostet haben, wie Fatih stolz behauptet. Aber warum unternahm die Polizei nichts gegen die schießwütige Hochzeitsgesellschaft? Diese rückte erst an, als der Korso längst wieder verschwunden war. Auch hiervon berichtet der türkische Bräutigam nicht ohne Stolz: »Es waren 15 Waffen im Umlauf, dazu rund 2.500 Schuss Munition.« Mit der Polizei habe er gerechnet. Aber: »Da müssen die schon mit einem SEK anrücken. Die Polizei hat aber keinen Ärger gemacht.« Das ist übrigens noch untertrieben. Die Beamten regelten für den Korso zeitweilig sogar noch den Verkehr. Ob sie dabei bereits die Westen der Scharia-Polizei trugen, ist nicht bekannt. Klar ist: Auch und gerade der politische Linksverkehr der totalen Toleranz war es, der Multikulti in Deutschland immer mehr zur Einbahnstraße hat werden lassen.

Boris T. Kaiser

Boris T. Kaiser

startete seine Karriere als Gagschreiber für zahlreiche Comedy- und Satire-Formate. In den letzten Jahren arbeitet er vermehrt journalistisch und als politischer und gesellschaftlicher Kommentator. Er schreibt unter anderem für ›Die Achse des Guten‹, ›Tichys Einblick‹ und die Wochenzeitung ›Junge Freiheit‹. Kaiser betreibt außerdem den Blog brainfuckerde.wordpress.com.

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