INSA-Umfrage:

Aus für Zweier-Bündnis – jetzt auch Schwarz-Grün ohne Mehrheit

Auch auf Bundesebene wird es zunehmend komplizierter, Regierungskoalitionen mit klarer Mehrheit zu bilden: Laut neuester Umfrage des Meinungsforschungsinstituts INSA hätte neuerdings auch eine hypothetische Koalition aus Union und Grünen mit zusammen 46,5 Prozent keine parlamentarische Mehrheit.

 

Nach der jüngsten INSA-Umfrage hätten derzeit weder die Schwarz-Rot noch Schwarz-Grün eine Mehrheit, wenn am Sonntag Bundestagswahl wäre. In der Erhebung für die ›Bild‹-Zeitung kommen die Union aus CDU und CSU zusammen auf 25,5 Prozent, das ist ein Minus von einem halben Punkt gegenüber der Vorwoche. Die Grünen verlieren zwei Punkte auf 21 Prozent.

Die Linke (10 Prozent) gewinnt einen Punkt. Die SPD (13,5 Prozent) hält ihr Ergebnis aus der Vorwoche. AfD (16 Prozent) und FDP (8 Prozent) legen jeweils einen halben Punkt zu. Sonstige Parteien kommen zusammen auf 6 Prozent (+ 0,5).

Die GroKo aus Union und SPD kommt nur noch auf 39 Prozent. Auch für Grün-Rot-Rot mit zusammen 44,5 Prozent reicht es nicht. Sehr knapp wird es für eine sogenannte Deutschland-Koalition aus CDU/CSU, SPD und FDP, die zusammen auf 47 Prozent käme. Anders bei einem Jamaika-Bündnis: CDU/CSU, Grüne und FDP kommen zusammen auf 54,5 Prozent. Auch eine sogenannte Bahamas-Koalition aus CDU, AfD und FDP hätte mit zusammen 49,5 Prozent eine Mehrheit der Bundestagssitze.

INSA-Chef Hermann Binkert: »Für regierungsfähige Mehrheiten braucht auch die Union als stärkste Kraft zwei weitere Partner. Für Zweier-Bündnisse reicht es nicht mehr.«

Für den INSA-Meinungstrend im Auftrag von ›Bild‹ wurden vom 1. bis zum 4. November 2019 insgesamt 2.047 Bürger befragt. Die genaue Frage lautete: »Wenn am kommenden Sonntag Bundestagswahlen wären, wie würden Sie wählen?«

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