Iran richtet 2018 mehr als 220 Menschen hin

Iranische Exilanten protestieren auf dem Pariser Platz in Berlin gegen die Hinrichtungspraxis des Mullah-Regimes (Archivbild)

Der Iran hat im vergangenen Jahr nach Kenntnis der Bundesregierung 223 Menschen hinrichten lassen. Darunter ist in »mindestens vier Fällen« die Todesstrafe auch auf zur Tatzeit Minderjährige angewandt worden. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (SPD) war zuletzt in die Kritik geraten, weil er dem Mullah-Regime in Teheran mit einem Glückwunsch-Telegramm zum Nationalfeiertag gratuliert hatte.

Das berichten die Zeitungen der Funke Mediengruppe unter Berufung auf eine Antwort des Bundesaußenministeriums auf eine Anfrage der Grünen im Bundestag. Darüber hinaus wird berichtet, dass die Zahl der Hinrichtungen weiter gesunken sei. Grund sei eine Gesetzesänderung bei Drogendelikten, welche durch das islamische Mullah-Regime des Iran erlassen wurde. Im Jahr 2016 seien 477 Menschen von der iranischen Justiz hingerichtet worden, 2017 insgesamt 429.

Das Teheraner Regime beharrt indes auch weiter auf der Verhängung der Todesstrafe gegen Minderjährige. In »mindestens vier Fällen« wurde die Hinrichtung von Gefangenen bekannt, die zum Tode verurteilt wurden, als sie noch minderjährig waren. Laut Antwort des Außenministeriums sind derzeit vier deutsche Staatsangehörige in iranischen Gefängnissen in Haft.

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier war zuletzt massiv in die Kritik geraten, weil er dem Mullah-Regime in Teheran mit einem Glückwunsch-Telegramm zum Nationalfeiertag gratuliert hatte. Und das auch im Namen aller Bundesbürger (der Deutschland Kurier berichtete).

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