Irrenhaus-Tagebuch

Masseneinwanderung, Multikulti, Euro-Irrsinn, Gender-Gaga: Im 14. Jahr der Kanzlerschaft von Angela Merkel (CDU) ist Deutschland reif für die Klapse. Lesen Sie die neue Folge aus dem »Irrenhaus-Tagebuch«

24. Mai: Da isser wieder!

Drei Tage war er nach einer einstweiligen Verfügung offline – jetzt ist der »Wahl-O-Mat« wieder online. »Wir haben uns geeinigt«, erklärte die »Bundeszentrale für politische Bildung«, die den »Wahl-O-Mat« betreibt. In dem außergerichtlichen Vergleich mit der Kleinpartei »Volt« sicherte die Bundeszentrale zu, bei zukünftigen Wahlen den »Wahl-O-Mat« in einer neuen Form anzubieten. Dann sollen Nutzer programmatische Aussagen von Parteien unbeschränkt auf Übereinstimmung abgleichen können – statt bisher nur mit maximal acht Parteien. Wie sagt der Volksmund: »Rin in die Kartoffeln, raus aus die Kartoffeln!«

23. Mai: Neues von »Karlchen«

Kürzlich berichtete der Deutschland Kurier über eine erste rot-rot-grüne Kabinettsliste. Dabei wurde doch glatt ein namhafter möglicher Kandidat für ein Ministeramt übergangen: SPD-Gesundheitsminister Karl Lauterbach. »Karlchen«, wie sie ihn in der SPD halb liebevoll, halb mitleidsvoll nennen, hat sich wieder einmal selbst übertroffen. Auf Twitter haute er kürzlich eine Kopftuch-Botschaft raus, die den Kopf von allein schütteln lässt:

22. Mai: Der Fänger im Staub

Staub sind wir ­– und zum Staub kehren wir zurück. So steht es in der Bibel. Staub ist der Anfang, Staub steht am Ende. Dazwischen hat Gott den Schweiß gesetzt. Ein Leben mit viel Arbeit. Staubsaugen zum Beispiel. Die Wartburg ist für den Kölner »Künstler« Wolfgang Stöcker nichts weiter als eine geballte Staubansammlung. Der Pariser Louvre ein Ort für Milliarden von Flusen – über die »Mona Lisa« locker hinweglächelt. Nun ja, sie ist ja hier auch nicht die Putzfrau. Während Staub für die einen einfach purer Dreck ist, ist er für den Kunsthistoriker aus Köln eine faszinierende Materie. Der 49-Jährige sammelt Staub und macht daraus das, was er »Kunst« nennt: »Wenn man so eine vollendete Wollmaus einmal betrachtet, ist das ein ganz fantastisches kleines Denkmal – eine Skulptur, sehr filigran«, sagt Stöcker, dessen  »Staubsammlung« auf Burg Posterstein in Thüringen gerade eröffnet hat und bis zum 18. August zu besichtigen ist. Wenn ein Fettfleck (Joseph Beuys) Kunst sein kann, warum dann nicht auch eine Wollmaus? Irrer geht’s immer!

Staub als Kunstobjekt
Staub als Kunstobjekt

21. Mai: »Wahl-NO-Mat«

Der sogenannte Wahl-O-Mat darf nach einem Gerichtsurteil vorerst nicht weiter betrieben werden. Das Verwaltungsgericht Köln verbot der »Bundeszentrale für politische Bildung«, das Internetangebot, das eine Orientierungshilfe bei Wahlen geben soll, in seiner derzeitigen Form weiterhin bereitzustellen. Geklagt hatte die Mini-Partei »Volt«. Hintergrund ist: Der Stimmzettel für die Europawahl ist mit fast einem Meter der längste, den es bisher gab. Auf bis zu 96 Zentimeter sind 40 Parteien mit ihren Kandidaten aufgeführt. »Volt« steht ganz unten auf Platz 40. Der Haken beim »Wahl-O-Mat«: Die Antworten können mit den Positionen von bis zu acht Parteien verglichen werden, die der Nutzer selbst auswählt. In diesem Anzeigemechanismus sieht das Kölner Gericht eine faktische Benachteiligung kleinerer beziehungsweise unbekannter Parteien. Der Anzeigemechanismus verletze daher das verfassungsrechtlich gewährleistete Recht der Partei auf Chancengleichheit. »Sorgen hat unsere Justiz«, seufzt einer im Irrenhaus.

Vom Netz genommen: Der »Wahl-O-Mat« verstoße gegen das Recht auf Chancengleichheit

20. Mai: »Fastenbrechen« mit Erdoğan

Ein Jahr nach der »Erdoğan-Affäre« im Vorfeld der Fußballweltmeisterschaft hat der frühere deutsche »Migrationalspieler« Mesut Özil erneut seine Nähe zu dem türkischen Halbdiktator Recep Tayyip Erdoğan demonstriert. Zusammen mit seiner Verlobten, dem Model Amine Gülse, nahm der in London lebende Fußballmillionär am Wochenende an einem opulenten Dinner (»Fastenbrechen«) mit dem türkischen Staatschef in Istanbul teil. Die von Erdoğans Präsidialbüro verbreiteten Propagandabilder bestätigen: Der deutsche Staatsbürger Mesut Özil pflegt weiterhin engen Kontakt zu »seinem« Staatspräsidenten. Özil hatte im Mai 2018, kurz vor der Abreise zur Fußballweltmeisterschaft in Russland, durch ein Treffen mit Erdoğan in London zusammen mit dem deutschen Fußballspieler Ilkay Gündoğan, der bei Manchester City unter Vertrag steht, für ein Politikum gesorgt.

Mesut Özil (li.) in bester Laune während des Dinners mit dem türkischen Staatschef Recep Tayyip Erdoğan (Mitte)

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