Irrenhaus-Tagebuch

Masseneinwanderung, Multikulti, Euro-Irrsinn, Gender-Gaga: Im 14. Jahr der Kanzlerschaft von Angela Merkel (CDU) ist Deutschland reif für die Klapse. Lesen Sie die neue Folge aus dem »Irrenhaus-Tagebuch«

1. März: Maas-Flug

Die Pannenserie bei den Regierungsfliegern reißt nicht ab: Der sogenannte Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) ist zum Abschluss seiner fünftägigen Westafrika-Reise wegen eines

Hydraulikschadens in Mali liegen geblieben. Seine Mittelstreckenmaschine vom Typ A319 konnte ihn am Donnerstagabend nicht wie geplant von der malischen Hauptstadt Bamako zurück nach Berlin bringen. Der SPD-Politiker nahm es gelassen. »Ich bin jetzt mehr als 300.000 Kilometer pannenfrei

Beim Hinflug hat noch alles funktioniert: Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) wird bei seiner Ankunft in Burkina Faso von seinem Amtskollegen Alpha Berry begrüßt

geflogen«, sagte er. Irgendwann erwische es jeden. Eine größere Ersatzmaschine vom Typ A340 ist am Freitagmorgen, um 9.00 Uhr am Flughafen Köln/Bonn gestartet, um Maas und seine Delegation abzuholen. Die Luftwaffe versicherte auf ›Twitter‹, dass die Maschine um 15.00 Uhr landen und dann nach 90 Minuten wieder startklar sein werde. Sollte das klappen, würde Maas mit 19 Stunden Verspätung in Berlin landen. Nun ja, die Reise zum Mars, wohin sich mancher im Irrenhaus das »Maasmännlein« wünscht, dauert länger.

1. März: Bären

»Bärengemeinschaft« (engl. bear community) heißen in der Schwulen-Szene korpulente Herren meist vorgerückten Alters mit intensiver Körperbehaarung. Mitunter kommen diese Haarfetischisten aus dem Rocker-Milieu. Unter ästhetischen Gesichtspunkten handelt es sich jedenfalls um ziemlich unappetitliche Gestalten, mag der Appetit (mehr noch der Bierdurst) ausweislich der Bauchumfänge noch so groß sein. In Köln, wo in diesen Tagen alles außer Rand und Band ist, haben sich die »Bären gegen rechts« zusammengeschlossen. Das berichtet Szene-Kenner David Berger. Nach dem abgesagten »lesbischen Kaffeetrinken gegen rechts« in Leipzig jetzt also am Rhein das »Kölschsaufen gegen rechts«. Humor ist, wenn man trotzdem lacht.

Auch mit ungünstigem Body Mass Index lässt es sich trefflich »gegen rechts« kämpfen

1. März: E-Pharisäer

Es gibt mehrere Redewendungen, die den Tatbestand der politischen Heuchelei umschreiben. Die bekannteste lautet wohl: »Wasser predigen, Wein trinken.« Oder in Bezug auf andere Gaumenfreuden: »Das Herz schlägt links, die Zunge schmeckt rechts.« Etwas allgemeiner sagt der Volksmund auch: »Links reden, rechts leben.« Was die E-Mobilität betrifft, könnte man abgewandelt reimen: »Die Leute mit Strom für dumm verkaufen, selber Benzin saufen.« Dazu folgender Hintergrund: Burkard Dregger, CDU-Fraktionsvorsitzender im Berliner Abgeordnetenhaus mit Sinn für PR, wollte als Dienstwagen einen BMW i3 bestellen. Innensenator Andreas Geisel (SPD) als Chef der Genehmigungsbehörde lehnte den Antrag ab. Begründung: Das Auto verfüge über keine Standheizung.

Autofreund Andreas Geisel (SPD, hier auf den »Classic Days Berlin« 2016) möchte Dienstwagen nur genehmigen, wenn sie über eine Standheizung verfügen

28. Februar: Der letzte Preuße

Die Grünen im Berliner Stadtbezirk Friedrichshain-Kreuzberg fordern eine »Entmilitarisierung des öffentlichen Raums«.

Grüner Feldzug gegen preußische Generäle: Die Erinnerung an Heerführer wie Gebhard Leberecht von Blücher soll ausgelöscht werden

Gemeint ist damit die Umbenennung aller nach Generälen und Schlachten benannten Straßen und Plätze. Solche gibt es in Kreuzberg vor allem im sogenannten »Generalszug«, wo seit den 1860er-Jahren an preußische Heerführer wie Ludwig Yorck von Wartenburg und Gebhard Leberecht von Blücher erinnert wird. Beide kamen zu Ruhm und Ehren zwischen 1813 und 1815 im Befreiungskrieg gegen Napoleon. Ein türkischstämmiger (!) Lokalpolitiker protestiert gegen den grünen Schildersturm: Die Generäle seien »verdiente Patrioten« gewesen, sie hätten dazu beigetragen, Preußen von der »französischen Fremdherrschaft« zu befreien. Die ›Neue Zürcher Zeitung‹ erinnert dies an den 2013 verstorbenen Autor und Verleger Wolf Jobst Siedler, der einmal sagte: »Vielleicht ist Preußen die Summe, die Deutschland zahlen musste, um Europa zu versöhnen.«

28. Februar: Zensur

Wer länger im Rheinland gelebt hat, weiß, dass es dort nichts Ernsteres gibt als die Narretei. Beim Karneval hört zwischen Düsseldorf, Köln, Bonn, Koblenz und Mainz der Spaß auf. Deshalb wird diese Szene im Rosenmontags-TV auch nicht zu sehen sein: Eine sich empörende Jeckin stürmt bei einer Aufzeichnung u. a. mit dem sogenannten Komödianten Bernd Stelter auf die Bühne. Der Grund ist ein ziemlich dämlicher Witz des Blödel-Barden über Doppelnamen und Annegret Kramp-Karrenbauer. Der ›Westdeutsche Rundfunk‹ (WDR) hat sich entschlossen, diesen »Eklat« herauszuschneiden. Das Video der Veranstaltung, bei der auch CDU-Büttenredner Armin Laschet im Publikum zugegen war, ist derweil der »running gag« im Irrenhaus.

Schluss mit lustig: Eine Jeckin im Ringelshirt empört sich über Bernd Stelter

27. Februar: Zahlenspielerei

Gestern diskutierte das Irrenhaus den Fall des untergetauchten Georgiers, der freigelassen werden musste, weil es für ihn bundesweit keinen Platz im Abschiebe-Knast gab. Heute meldete sich ein Informant aus dem Bundesinnenministerium, dem Quellenschutz zugesichert wurde: Die Zahl der Ausreisepflichtigen liege derzeit bei rund 235.000; sie werde im Jahresverlauf auf 280.000 steigen, weil ca. 45.000 anhängige Asylverfahren noch einer Entscheidung harren. Aktuell gibt es in ganz Deutschland 420 Abschiebungshaftplätze. Es sieht so aus, als würde der abgetauchte Georgier in nächster Zeit noch viel Gesellschaft im Untergrund bekommen.

Abschiebehafteinrichtung in Darmstadt. In ganz Deutschland gibt es gerade einmal 420 Abschiebungshaftplätze
Mindestens 223 Menschen wurden im Jahr 2018 im Iran hingerichtet

27. Februar: Beileidsschreiben

Vielleicht sollte der Bundespräsidenten-Darsteller Frank-Walter Steinmeier nach seinem Glückwunschschreiben zum 40-jährigen Bestehen des Mullah-Regimes in Teheran »auch im Namen meiner Landsleute« ein Beileidsschreiben aufsetzen – und zwar an die Angehörigen der mindestens 223 Menschen, die 2018 im Iran hingerichtet wurden. Wie aus der Antwort des Auswärtigen Amtes auf eine Anfrage der Grünen hervorgeht, wurde in »mindestens vier Fällen« die Todesstrafe vollstreckt, obwohl die Delinquenten zum Tatzeitpunkt noch minderjährig gewesen waren.

26. Februar: Mietpreis-Turbo

Das Gegenstück zur Mietpreis-Bremse ist der real existierende Mietpreis-Turbo. Erst dieser Tage berichtete der ›Deutschland Kurier‹ über die rasant steigenden Mieten vor allem in Ballungsräumen. Eine Ursache dafür ist die unkontrollierte Masseneinwanderung.  Sie verschärfe die Wohnungsnachfrage im unteren Preissegment und führe zu höheren Mieten, berichtet ergänzend die ›Welt‹. Besonders betroffen sind demnach Großstädte, in denen bereits eine »landsmannschaftliche Community« von Migranten existiere. Leidtragende dieser Entwicklung sind naturgemäß diejenigen, die schon länger hier leben und es – Angela Merkel und ihrer CDU sei Dank – noch schwerer haben, bezahlbare Wohnungen zu finden. Wohnungen, welche diejenigen, die noch nicht so lange hier leben, in der Regel vom Steuerzahler bezahlt bekommen.

Bezahlbare Wohnungen sind in deutschen Großstädten zur Mangelware geworden

26. Februar: Ich bin dann mal weg

Der Georgier Nodari T. (47) saß wegen Sachbeschädigung im Gefängnis. Danach sollte er in Abschiebehaft. Jetzt ist er verschwunden. Weil in ganz Deutschland im Abschiebe-Knast kein Platz mehr für ihn war. Deshalb kam er auf freien Fuß und tauchte ab – natürlich mit Meldeauflagen! Irrer geht’s nimmer? Irrer geht’s immer!

Full House: Weil deutsche Gefängnisse überfüllt sind, können Abschiebe-Häftlinge mal eben untertauchen

25. Februar: Schwulitäten

Es sollte sich längst herumgesprochen haben: Homosexualität ist keine »Krankheit», die mann/frau therapieren kann – auch wenn dies in erzkonservativen katholischen Kreisen noch immer anders gesehen wird. Allerdings fassen sich selbst hartgesottene Insassen des Irrenhauses an den Kopf: Der (schwule) Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) plant allen Ernstes ein Gesetz, das sogenannte Konversionstherapien, also eine Art Homo-Exorzismus, verbieten soll. Probleme hat das Land!

24. Februar: »Buprä« Udo

Im Rheinland treibt das närrische Treiben in dieser Woche dem Höhepunkt zu. Aber auch außerhalb der Rheinprovinz bleibt den Deutschen offenbar nichts erspart: Der halbsenile Nuschel-Barde Udo Lindenberg strebt zwar mit 72 Jahren keine politische Karriere an (»dafür fühle ich mich noch zu jung»). Aber »Bundespräsident» könne er sich vorstellen, verriet er vor Beginn seiner neuen Deutschlandtournee dem ›Redaktionsnetzwerk Deutschland‹. Zitat: »Und dann sollten es uns andere Länder gleichtun und einen Rocker zum Präsidenten machen. Bruce Springsteen, Bono, Lady Gaga und Udo Lindenberg treffen sich nachts und verhandeln den Weltfrieden. Eine von Rocksängern regierte Welt wäre eine bessere.» Über die Schulschwänzer, die sich auf Freitagsdemos »politisch engagieren», sagte Lindenberg: »Da wächst eine ganz tolle, mutige, neue Generation heran.» Alles klar auf der Andrea Doria (der italienische Luxusliner versank 1956 vor der US-Ostküste). Das Narrenschiff Deutschland hält Kurs.

23. Februar: Mein Gott, Walter!

Nach seinem Besuch auf den vom »Klimawandel» bedrohten Galapagos-Inseln will Bundespräsidenten-Darsteller Frank-Walter Steinmeier laut dem Relotius-Magazin ›Spiegel‹ seinen Amtssitz, das Schloss Bellevue, umweltbewusster aufstellen. Im Bundespräsidialamt suche man derzeit nach Wegen, den Einsatz von Plastik weiter zu reduzieren. Steinmeiers Beamte seien auch im Gespräch mit einem deutschen Fahrzeughersteller, der Schloss Bellevue in Kürze neue Elektrofahrzeuge zu Probefahrten zur Verfügung stellen wolle.

Eine Steinmeier-Fahrzeugflotte aus E-Autos? (Montage: Deutschland Kurier)

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