IS-Heimkehrerinnen

Was kommt da auf Steuerzahlerkosten ins Land?

Weibliche Dschihadisten (im Bild Angehörige der sogenannten Al-Quds-Brigade): Was kommt da für eine Gefahr ins Land?

IS-Frauen: Was kommt da auf Kosten der Steuerzahler (Stütze) zurück ins Land? Fatima M. habe den Flughafen in Frankfurt nach einer Durchsuchung und einer erkennungsdienstlichen Behandlung verlassen dürfen, berichtete der ›NDR‹. Die 31 Jahre alte Frau war vor vier Jahren mit ihrem Ehemann und zwei Kindern in den Irak gezogen, um sich dem IS anzuschließen. Der Mann wurde angeblich bei Gefechten getötet, die Söhne gelten seit einem Luftangriff als vermisst. Ein Gericht in Bagdad habe sie zu einem Jahr Haft verurteilt, diese Strafe sei inzwischen verbüßt, meldete der ›NDR‹.

Demnach lebte Fatima M. früher in Detmold (NRW), bevor sie in den Irak ging. 2017 wurde sie mit anderen deutschen Frauen von irakischen Sicherheitskräften gefangen genommen worden. Lamia K. aus Mannheim wurde wie ihre Tochter Nadia zu lebenslanger Haft verurteilt, die damals erst 17-jährige Linda W. aus dem sächsischen Pulsnitz zu sechs Jahren Gefängnis.

Dem ›NDR‹ zufolge ermittelt der Generalbundesanwalt gegen Fatima M. wegen Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung und eines möglichen Kriegsverbrechens. Die Familie soll im IS-Gebiet völkerrechtswidrig in einem Haus gelebt haben, das Christen verlassen mussten.

Allerdings liege ein Haftbefehl gegen Fatima M. derzeit nicht vor. Die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe äußerte sich zunächst nicht.

Laut einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs sind Frauen, die sich dem »Islamischen Staat« angeschlossen haben, nicht automatisch Terroristinnen. Das erfordere eine direkte Unterstützung des IS, urteilte der BGH vor einem Jahr. (hh)

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