Wenn Islam-Terroristen zuschlagen, führen die Spuren immer wieder nach Dortmund. Der marokkanische Messer-Attentäter, der im finnischen Turku zwei Frauen erstochen und acht weitere Personen verletzt hat, hatte ebenso wie vier weitere festgenommene Verdächtige monatelang in Deutschland gelebt. Ende 2015 war er nach Dortmund gekommen, im April 2016 verzeichnete die Ausländerbehörde ihn als »unbekannt verzogen«.

Auch der »Palästinenser«, der am 28. Juli in einem Hamburger Supermarkt einen Deutschen erstach, hatte sich zuvor in Dortmund aufgehalten. Und für Anis Amri, den Lkw-Attentäter vom Berliner Weihnachtsmarkt, war die Ruhrgebiets-Metropole das bevorzugte Untertauchrevier: Gleich zweimal meldete er sich dort unter verschiedenen falschen Namen als »Ägypter« an, er verkehrte in zwölf Dortmunder Moscheen, übernachtete bei Dortmunder Salafisten, zuletzt wenige Wochen vor dem Anschlag.

Drei Fälle, eine Schlussfolgerung: Die unkontrollierte Asyl-Masseneinwanderung hat potenzielle Terroristen nach Deutschland und Europa gebracht, die mit den Behörden Katz und Maus spielen, und die bestehenden muslimischen Parallelgesellschaften sind für sie ein Biotop, in dem sie sich munter wie der Fisch im Wasser bewegen.
Offiziell arbeitet der Dortmunder »Rat der muslimischen Gemeinden« mit den Behörden zusammen, wenn es ernst wird, mauern seine drei Dutzend Moscheevereine: Obwohl Amri in mehreren Dortmunder Moscheen als Vorbeter auftrat und für eine sogar einen Schlüssel hatte, will ihn niemand gekannt haben.

Die Salafisten-Hochburg Dortmund sitzt auf einem Terror-Pulverfass.

Die in immer kürzeren Abständen durchgeführten Razzien kratzen nur an der Oberfläche. Nach Barcelona wird in Dortmund und Münster diskutiert, das Stadtzentrum mit »versenkbaren Pollern« gegen Anschläge zu sichern. So sollen die Bürger eingelullt und an den Terror gewöhnt werden, damit sie nicht die naheliegende Frage stellen:

Warum werden nicht statt der Innenstädte die Landesgrenzen zu Festungen ausgebaut, und warum werden Islamisten und Kriminelle nicht sofort aus dem Land geschafft?

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