»Jeder tote Nazi ist ein guter Nazi«

Die spitze Feder aus Sachsen

Johannes Schüller

Es sind alltäglich gewordene Meldungen von brachialer Gewalt, die uns aus den verslumenden Großstädten Leipzig und Berlin erreichen. In Friedrichshain, jenem Stadtteil, in dem Linksextreme weitestgehend ungestört der illegalen Hausbesetzerei frönen, hatten Polizisten dieses Wochenende einen besonders schweren Stand (der Deutschland Kurier berichtete). Enthemmte Linksextremisten bewarfen die Beamten am Samstag in der Rigaer Straße mit Steinen, Pyrotechnik und Flaschen. Die Autos zahlreicher Unbeteiligter wurden massiv beschädigt. Selbst 1.000 Polizisten genügten schließlich nicht, um der Gewalteskalation im Umfeld der linksradikalen Demonstration »Gegen Verdrängung und für mehr Freiräume« Herr zu werden.

»Ich bin um mein Leben gerannt«

Im Nachgang berichten viele Mainstream-Medien von einer »linksautonomen« Demonstration. Die im Zusammenhang mit der AfD gern inflationär verwendete »Extremismus«-Zuschreibung wird im Falle der enthemmten Brutalos aus Friedrichshain eben nur ungern eingesetzt. Man will schließlich nicht jede Person, die Steine auf Menschen schleudert, sofort stigmatisieren! »Ich bin um mein Leben gerannt«, erklärt indes der Security-Mitarbeiter einer Baustelle, die von den feige vermummten »Linksautonomen« attackiert wurde. Die bittere Bilanz des Friedrichshainer Samstags: 16 verletzte Polizisten und etliche Strafverfahren. Während zeitgleich »Journalisten«, »Antifa«-Aktivisten und selbst ernannte Rechtsextremismus-Experten unter dem Hashtag »#baseballschlaegerjahre« unbestätigt Geschichtchen aus dem Paulanergarten über ihre vermeintlichen Erfahrungen mit Skinheads verbreiten, bleibt die linksextreme Gewalt in Berlin bittere, brandaktuelle Realität.

»Sollte man komplett in eine Grube werfen«

Auch am Umgang mit Vertretern der AfD zeigt sich, dass sich dieser blindwütige Hass schier ins Unermessliche steigert. »Waß will man von Faschisten und Nazis erwarten @afd es war, ist und bleibt ein braunes Dreckspack; und jeder Wähler ist genauso braun und Fascho. JEDER TOTE NAZI IST EIN GUTER NAZI !!!« (Fehler im Original!, Anm. der Redaktion), schrieb der Nutzer »korbinian_r« am Freitag auf ›Twitter‹ – bis heute wurde der Tweet nicht gelöscht.

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»Die AfD ist wirklich eine einzige peinliche Schande!!! Die sollte man komplett in eine Grube werfen und zusch**ßen«, tobte »Marquez« ebenfalls auf ›Twitter‹. Auch diese mehr als zweifelhafte Wortspende vom Donnerstag wurde bis dato nicht entfernt.

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Ebenfalls an die Öffentlichkeit geriet in diesen Tagen eine Meldung aus dem Bundesinnenministerium. Demnach wurden im zweiten Quartal 2019 bisher 372 Straftaten gegen Mitglieder oder Repräsentanten von Parteien registriert. 181 davon, also fast die Hälfte, richteten sich gegen AfD-Vertreter. Skrupellose Todesdrohungen, wie sie jüngst die Grünen-Politiker Cem Özdemir und Claudia Roth erfuhren, gehören für viele AfD-Politiker längst zum Alltag! Die Aufrufe zum Gewaltverzicht seitens vieler etablierter Journalisten und Politiker bleiben somit höchst unglaubwürdig. Denn diese müssten sich zuerst schützend vor die AfD und die verschwiegenen Opfer der Linksextremisten stellen!

Johannes Schüller

ist Journalist und Publizist. Er baute zuletzt als Online-Chefredakteur die Netzausgabe der österreichischen Zeitung ›Wochenblick‹ auf. Nach einem längeren Aufenthalt in Österreich lebt er nun wieder in seiner sächsischen Heimat.

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