Jörg Meuthen wirft Grünen Panikmache vor

Der Spitzenkandidat der AfD zur Europawahl, Jörg Meuthen, hat den Grünen Panikmache in der Klimafrage vorgeworfen. Die Partei schüre in der Klimadebatte Hysterie und die Medien würden sie dabei auch noch unterstützen.

AfD-Chef Jörg Meuthen würde unter einem grünen Kanzler Robert Habeck »ganz ernsthaft über Auswanderung nachdenken«

Die derzeit guten Umfrageergebnisse der grünen Partei sind nach Ansicht des AfD-Co-Chefs Meuthen auf medienunterstützte Panikmanche zurückzuführen. Wenn der »emotionale Hype aber durch sei«, würden die Grünen ins Bodenlose stürzen, gab sich Meuthen in einem Interview mit der ›Jungen Freiheit‹ (›JF‹) sicher. Zudem warf der AfD-Chef den Grünen vor, linksextreme Gegner der AfD zu unterstützen. Er halte alles, wofür die Grünen stünden, für »Mumpitz« und falsch, »aber ich würde jederzeit dafür kämpfen, dass sie ihre Positionen vertreten dürfen. Dass sie ihren Wahlkampf machen dürfen. Die (Grünen) tun das nicht. Die unterstützen stattdessen lieber die ›Antifa‹, die uns bekämpft«. Darunter leide die Demokratie.

Die Gesellschaft müsse unterschiedliche Positionen aushalten. In Deutschland hätten allerdings viele Menschen Freude daran, wenn der Wahlkampf der AfD verhindert werde. »Das wirft ein ganz schales Licht auf die Demokratie.«

Der Vorstellung indes, Deutschland könnte einmal von einem grünen Kanzler Robert Habeck regiert werden, hält Meuthen für »schwer erträglich«. »Dann würde ich wohl ganz ernsthaft über Auswanderung nachdenken«, sagte Meuthen in der vergangenen Woche der Nachrichtenagentur ›AFP‹. Die Politik der Grünen nannte er »auf fatalste Weise falsch für unser Land«. Die grüne Ideologie basiere auf Glauben und nicht auf Fakten. Die Partei wolle etwa »die Abschaffung des Verbrennungsmotors bis 2030, eine komplette Migrationsfreiheit für alle Menschen und eine feministische Außen- und Sicherheitspolitik«.

Die Grünen erreichen seit einigen Monaten in Umfragen bis zu 20 Prozent und sind damit hinter der Union zweitstärkste Kraft im Bund. Ihr Parteichef Habeck kommt bei der Kanzlerfrage auf Zustimmungswerte von bis zu 25 Prozent.

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