Kampfansage:

›Facebook‹-Chef Zuckerberg will sich gegen die Zerschlagung seines Konzerns wehren

Marc Zuckerberg gibt sich kampfbereit: Der Chef von ›Facebook‹ kündigt an, sich gegen die Zerschlagungs-Pläne der US-Demokraten zu wehren

Die amerikanische Senatorin Elizabeth Warren hatte im März angekündigt, die Konzerne Amazon, Google und ›Facebook‹ zerschlagen zu wollen. Sollte die Kandidatin der Demokratischen Partei die nächsten Präsidentschaftswahlen gewinnen, dann will sich Mark Zuckerberg laut eines Videomitschnitts gegen die Aufspaltung seines Konzerns mit juristischen Mitteln wehren.

Elizabeth Warren hat in diesem Jahr mit der Forderung nach einer Zerschlagung von Technologiekonzernen, die einen Jahresumsatz von 25 Milliarden US-Dollar übersteigen, bei Betroffenen wie Amazon, Google, Apple oder ›Facebook‹ für Aufregung gesorgt. Warren, die sich aktuell um die Kandidatur der Demokratischen Partei für die nächsten Präsidentschaftswahlen im kommenden Jahr bewirbt, will unter anderem, dass das soziale Netzwerk ›Facebook‹ sich von den beiden Diensten WhatsApp und Instagram trennt.

Wie es scheint, hat ›Facebook‹-Chef Mark Zuckerberg im Falle einer »Präsidentin Warren« nicht vor, das kampflos hinzunehmen. Wie die ›FAZ‹ berichtete, ist Zuckerberg – sollte Warren tatsächlich die Präsidentschaftswahl gewinnen – mehr als bereit, sich zu wehren. Diesen Eindruck habe der 35-jährige ›Facebook‹-Gründer jedenfalls in einem Audiomitschnitt von einer Mitarbeiterversammlung im Juli, der jetzt von der Online-Publikation ›The Verge‹ veröffentlicht wurde, vermittelt.

Zuckerberg soll sich demnach siegessicher gezeigt haben. Sollte es im Falle eines Wahlsiegs von Warren zu einem Rechtsstreit um eine etwaige Zerschlagung kommen, sei er bereit, zu wetten, dass ›Facebook‹ diesen gewinnt. Er fände das zwar noch immer unangenehm, weil er keine »größere Klage« gegen die eigene Regierung wolle. Aber wenn jemand »etwas so Existenzielles« androhe, werde man dagegen kämpfen, heißt es weiter.

Die Diskussion um eine Zerschlagung nannte Zuckerberg »beunruhigend«. Keiner der vermeintlichen Probleme – weder angeblich politisch motivierte Manipulationen rund um Wahlen noch sogenannte Hasskommentare – würden durch solch einen Schritt unwahrscheinlicher. Durch eine Fragmentierung des Konzerns würde genau das Gegenteil erfolgen.

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