Kein Fake

»Staatsfunker« wollen sich in »Gemeinwohlmedien« umbenennen

Die für jeden Haushalt obligatorischen »Rundfunkgebühren« (17,50 Euro/Monat) heißen heute »Rundfunkbeitrag«, aus der »Gebühreneinzugszentrale« ist der »Beitragsservice« geworden. Jetzt soll der Zuschauer-/Hörer-Verarsche die Krone aufgesetzt werden.

Immer wenn du denkst, absurder geht’s nicht mehr, kommen die Staatsfunker mit neuen Ideen daher

Nein, es ist kein verfrühter Aprilscherz:

Die »Öffentlich-Rechtlichen« wollen allen Ernstes »Gemeinwohlmedien« genannt werden. Jedenfalls wenn es nach der ›ARD‹ geht. Ein 89-seitiges Papier beschäftigt sich damit, »Kampfbegriffen« wie »Staatsfunker« eine Sprache entgegenzusetzen, die subkutan positive Bilder erzeugen soll.

›ARD‹-Generalsekretärin Susanne Pfab will wohl künftig seltener von »öffentlich-rechtlichen Sendern« sprechen: Das klinge für viele nach »schwerfälliger Behörde«, erklärte sie in einem Interview mit dem Portal ›meedia.de‹ und fügte hinzu: »Gemeinwohlmedien« drücke viel besser aus, wofür die Sender stünden.

Das Telekom-Portal ›t-online‹ berichtet ergänzend: Die Einnahmen durch den Rundfunkbeitrag würden in dem Papier mit dem Titel »Unser gemeinsamer, freier Rundfunk ›ARD‹« zum »Rundfunkkapital der Bürger« transformiert. Sie würden auch »proaktive, selbstbestimmte (da demokratisch entschiedene) Beteiligung der Bürger am gemeinsamen Rundfunk ›ARD‹« genannt. Wer will denn da noch von »Zwangsgebühren« sprechen …

Sebastian Pinz, Betreiber der Seite www.gez-boykott.de, habe über www.fragdenstaat.de bereits eine Anfrage zur Veröffentlichung des kompletten Dokuments gestellt. Es sei Pflicht der öffentlich-rechtlichen Sender, die Bürger umfassend »auch über beabsichtigte Sprachmanipulation in den Angeboten zu informieren«.

Die ›ARD‹ will das mehreren Medien vorliegende Papier aber nicht herausgeben. Gegenüber t-online erklärte das Generalsekretariat: Es handele sich um »Unterlagen, welche wir intern als Denkanstoß und Diskussionsgrundlage nutzen. Auch aus urheberrechtlichen Gründen können wir diese nicht veröffentlichen«. (lol)

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