Klagewelle gegen US-Mainstream-Medien nach Fake-News-Story

Die von Mainstream-Medien, Aktivisten und US-Diözesen gestartete Fake-News-Kampagne gegen friedliche katholische Schüler beim »Marsch für das Leben« in Kentucky Mitte Januar sorgt nun für eine Klagewelle und Unterlassungsaufforderungen.

Screenshot: Fake-»Skandal«: Der indigene Aktivist Nathan Philipps (re) und jugendliche Demonstranten

Massiv war die Verunglimpfung von einer Gruppe katholischer Jugendlicher, die Mitte Januar am »Marsch für das Leben« am Lincoln Memorial in Washington, D. C., teilgenommen hatten. Ein von linken Aktivisten ins Netz gestelltes Zehnsekundenvideo sollte den Eindruck vermitteln, dass der 64-jährige indigene Ureinwohner Nathan Phillips angeblich von einer Gruppe von fünfzig bis sechzig Schülern belästigt wurde. US-Mainstream-Medien wie ›CNN‹, ›Washington Post‹, ›New York Times‹ – aber auch die deutsche Qualitätspresse, darunter der ›Spiegel‹ mit der Schlagzeile wie »Jugendliche Trump-Fans provozieren Ureinwohner«, die ›Abendzeitung‹ mit »Katholische Schüler verspotten amerikanischen Ureinwohner« – verbreiteten willig die Fake-News-Story, die die Schüler in ein mehr als schlechtes Licht rückten.

Die mediale Hinrichtung der Schüler hat jetzt ein juristisches Nachspiel für mehr als 50 der an der Hetzjagd beteiligten US-Medien, Politiker und Persönlichkeiten, berichtet das Nachrichtenportal kath.net. Promi-Anwalt Robert Barnes, der unter anderem den von der medialen Diffamierung besonders betroffenen Schüler Nick Sandmann vertritt, teilte vergangene Woche mit, rechtliche Schritte gegen die ›New York Times‹, ›CNN‹, die ›Washington Post‹, aber auch Persönlichkeiten wie die US-Präsidentschaftskandidatin der Demokratischen Partei, Elizabeth Warren, eingeleitet zu haben. Unterlassungserklärungen seien auch an vier katholische Diözesen (Covington, Lexington, Louisville, Baltimore) geschickt worden, die den Schüler Sandmann vorverurteilt hatten. Inzwischen seien sieben Anwälte damit beschäftigt, die Schüler der Schule zu verteidigen, heißt es laut ›kath.net‹ in US-Medien.

Der benannte Vorfall fand am 18. Januar auf dem Vorplatz des Lincoln Memorial in Washington, D. C. statt. Der Platz wurde an diesem Tag für zwei Kundgebungen genutzt: Den »Indigenous Peoples March« und den »Marsch für das Leben«. Ein zehnminütiges Video zeigt, wie der 64-jährige Aktivist und indigene Ureinwohner Nathan Phillips angeblich von einer Gruppe von fünfzig bis sechzig katholischen Schülern aus der Gruppe der »Lebensschützer« belästigt wurde. Darin war der High-School-Schüler Nick Sandmann, der mit einem roten »MAGA«-Basecap, auf dem der Trump-Slogan »Make America Great Again« stand, zu sehen. Der Teenager von der Covington High School in Park Hills (Kentucky) scheint zu grinsen. Mitschüler sollen angeblich hämisch über den Indianer Phillips gelacht haben, der zu traditionellem Gesang trommelte. Phillips behauptete später in Interviews wahrheitswidrig, er habe die Schüler in angeblicher Trump-Manier »Baut diese Mauer!« und »Geht zurück ins Reservat!« brüllen hören.

Ein zweites Video, das von den Mainstream-Medien nicht aufgegriffen wurde, zeigt ein anderes Bild: Mitglieder der schwarzen Gruppierung »Black Hebrew Israelites« beschimpften die Ureinwohner und nannten sie »Uncle Tomahawks« und »Fünf-Dollar-Indianer«. Die katholischen Schüler wurden als »weißer Abschaum« und »eine Horde Inzuchtbabys« tituliert.

Die Zehnsekundensequenz über die »weißen, katholischen Schüler« reichte den politisch links orientierten Qualitätsmedien aus, um daraus ein Skandalstück zu basteln. In den Stunden nach der diskriminierenden Berichterstattung erhielten die Schüler aus Kentucky bereits Morddrohungen. Ihre Schule musste vorübergehend geschlossen werden. Anstatt ihren Schülern beizustehen, distanzierte sich die Diözese, der die katholische Schule angehört, von den medial an den Pranger gestellten Jugendlichen.

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