Klartext des Chefredakteurs

David Bendels

 

 

das GroKo-Personalkarussell dreht sich in immer irreren Wendungen. Frau von der Leyen darf vor dem Scherbenhaufen, den sie bei der Bundeswehr angerichtet hat, nach Brüssel flüchten. Obwohl sie sich mit Klimawahn, neuen Steuern, Genderquatsch und neuem Migrationspakt bis zum Gehtnichtmehr bei den Grün-Linken angebiedert hatte, bekam sie bei der Bestätigung im EU-Parlament gerade einmal neun Stimmen mehr als nötig.

Frankreichs Präsident Macron feixt: Er hat Kanzlerin Merkel eine schwache EU-Kommissionspräsidentin als Trostpflaster dafür angedreht, dass er auf allen anderen Spitzenposten und vor allem bei der Europäischen Zentralbank seine Leute durchgebracht hat. Frau von der Leyen, die jedem alles versprochen und sich noch linker aufgestellt hat, als die CDU sowieso schon steht, wird sie gewiss nicht daran hindern, mit noch muntererem Gelddrucken und Milliarden-Umverteilungsprogrammen die EU endgültig zur Haftungs- und Transferunion zu Lasten der deutschen Steuerzahler umzubauen. Sie versteht sich ja in erster Linie als »Europäerin« und nicht als Deutsche.

Und falls man bei der Bundeswehr gejubelt haben sollte, weil man endlich die »Abwrackerin« der Armee losgeworden ist, folgte auch da die Ohrfeige: Ausgerechnet Annegret Kramp-Karrenbauer, die ehemalige saarländische Ministerpräsidentin und CDU-Generalsekretärin, die eigentlich einmal Kanzlerin werden will, soll das Verteidigungsressort übernehmen. Nicht der ehrgeizige Jens Spahn, der schon als Nachfolger von der Leyens gehandelt worden war, und schon gar nicht jemand, der Ahnung von Militär und Verteidigungspolitik hat.

Eignung und fachliche Qualifikation scheinen inzwischen sogar ein Ausschlusskriterium bei der Besetzung von Regierungsposten zu sein. Wortbruch und Unzuverlässigkeit gelten dagegen wohl schon als Empfehlung. Noch vor zwei Wochen hatte »AKK« per Interview großspurig versprochen, sie wolle nicht Ministerin werden, weil es in der Partei für sie als Vorsitzende »genug zu tun« gebe. Jetzt schnappt sie sich ein großes Ministerium, weil es für die Karriere günstiger scheint, und macht den Parteichef im Nebenjob. Genauso gut könnten sie Ämter und Posten gleich mit Clowns besetzen. Den Unterschied würde wahrscheinlich kaum einer merken. Veräppelt und für dumm verkauft werden wir ja sowieso.

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