Klartext des Chefredakteurs – 25/2018

Liebe Leser,

wir alle haben lange Gesichter gemacht nach dem letzten Spiel der deutschen Elf bei der Fußball-WM in Russland, schwankend zwischen Entsetzen und Beschämung über die unterirdische Vorstellung dieser Truppe, die Deutschland repräsentieren sollte.

Das gab es selbst in den schlimmsten Rumpelfußball-Zeiten nicht: Ausgeschieden in der Vorrunde, und das nicht etwa unglücklich und gegen übermächtige Gegner, sondern völlig verdient und zu Recht gegen Mannschaften aus der zweiten Reihe, die aber das hatten, was den DFB-Millionären fehlte: Kampfgeist, Leistungswille, Identität und Zusammenhalt.

Es fällt schwer, nicht Angela Merkel zu erblicken, wenn Bundestrainer Jogi Löw dieser Tage über die Mattscheiben geistert. Und das liegt nicht nur am Haarschnitt und am griesgrämigen Blick, in dem sich die beiden immer ähnlicher werden. Löw und Merkel stehen symbolisch für den zerrütteten und gespaltenen Zustand, in dem sich unser Land befindet, und für das selbstverliebte und starrsinnige Festhalten an haarsträubenden Fehl­entscheidungen, die dahin geführt haben.

Parallel haben sie Karriere gemacht: Merkel seit 2005 als Bundeskanzlerin, Löw ein Jahr später als Bundestrainer. Solange es gut lief, haben sie sich gegenseitig gestützt: Löw sonnte sich im Wohlwollen der Kanzlerin, die profitierte mit penetranten Kabinenbesuchen von sportlichen Erfolgen, mit denen sich prima von zweifelhaften politischen Manövern ablenken ließ. Damit ist jetzt erst mal Schluss. Der islamkritische Publizist und Politikwissenschaftler Hamed Abdel-Samad fasste es in einem Satz zusammen: »Die Mannschaft widerspiegelt Merkels Deutschland von heute.«

Merkel und Löw verbindet eine perfekte linksgrüne Symbiose. Sie predigen Multikulti, das Nationale ist ihnen suspekt. Merkel sammelt Fähnchen ein, macht aus dem deutschen Volk »die, die schon länger hier leben« und aus Deutschland ein beliebiges Siedlungsgebiet. Unter Löw hat der DFB die Nationalmannschaft gnadenlos zum Multikulti-Umerziehungsapparat politisiert, ihr erst das »National-« aus dem Namen gestrichen und dann auch noch das Schwarz-Rot-Gold aus dem Trikot.

Nur »bunt« habe Deutschland 2014 Weltmeister werden können, trommelte die Propagandamaschine noch bei WM-Beginn. Auch davon ist jetzt nichts mehr zu hören. Dass die beiden Erdoğan-Fans Özil und Gündoğan nicht aus dem Kader flogen, obwohl sie kaltschnäuzig klargemacht hatten, dass sie mit Deutschland gar nichts am Hut haben außer Geld und Erfolg, hat den Bogen überspannt und Mannschaft und Fans genauso gespalten, wie Merkel das ganze Land gespalten hat.

Zurück bleibt eine mut- und ideenlose Truppe ohne Seele und Identität. Und zwei Gescheiterte, die sich im Bunker ihrer Arroganz und Realitätsverweigerung verbarrikadieren, sich auf früheren Lorbeeren ausruhen, ihr Versagen hinter leeren Phrasen verstecken und eitel jede Kurskorrektur verweigern.

»Jogi Merkel« hat fertig. Der Bundestrainer und die Kanzlerin haben in kürzester Zeit heruntergewirtschaftet und zum Gespött gemacht, was man ihnen anvertraut hat. Jeder in Europa lacht über den »durchgeknallten Hippie-Staat«, der sich willenlos von Pseudo-»Flüchtlingen« und Asylbetrügern überfluten und ausnehmen lässt, jeder kann gegen »Die Mannschaft« der pomadig vor sich hin kickenden Ex-Weltmeister gewinnen.

Beide, Löw und Merkel, sollten besser heute als morgen den Platz räumen, damit der Wiederaufbau endlich beginnen kann.

Herzlichst,
Ihr David Bendels

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