Klartext des Chefredakteurs – 30/2018

Liebe Leser,

der Berliner Politikbetrieb macht Sommerpause – die irrsinnige Masseneinwanderungspolitik und das heillose »Asyl«-Chaos der schwarz-roten Bundesregierung gehen unverdrossen weiter. Und dies weiterhin mit tatkräftiger Unterstützung der Seehofer-Söder-CSU!

Mit »Ankerzentren«, »Bayern-BAMF« und befugnisloser »Grenzpolizei« will die zum bayerischen Landesverband der CDU degenerierte CSU die Wähler im Freistaat zwei Monate vor der Landtagswahl für dumm verkaufen!

Die ARD-»Tagesthemen«, zuständig für betreutes Denken, ließen sich nicht lange bitten. Der Kommentator des stramm CSU-hörigen Bayerischen Rundfunks bejubelte eine neue »Asyl«-Premiere unter Führung der bayerischen Staatsregierung:

Am vergangenen Mittwoch eröffneten in Bayern die ersten von CSU-Bundesinnenminister Horst Seehofer als Wundermittel gegen die illegale Masseneinwanderung angepriesenen »Ankerzentren«. Der irreführende Begriff steht für »Ankunft, Entscheidung, Rückführung« und ist reine Augenwischerei, ein allzu leicht durchschaubares Wahlkampf­manöver. Die Frage drängt sich auf: Für wie dämlich hält die CSU eigentlich die Wähler?

Denn: Ihnen wird alter Wein in neuen Schläuchen eingeschenkt. Die einzige Neuerung ist, dass in allen sieben bayerischen Regierungsbezirken die bisherigen Transitzentren bzw. Erstaufnahmeeinrichtungen für Wirtschaftsmigranten  eben in »Ankerzentren« umgetauft
werden.

So in Donauwörth, Zirndorf, Regensburg, Deggendorf, Schweinfurt, Bamberg und Manching. Etwa 1.000 bis 1.500 Wirtschaftsmigranten sollen jeweils zentral untergebracht, man könnte auch sagen: für unbestimmte Zeit »verankert« werden. Im Kern ändert sich jedoch so gut wie nichts – darüber will die CSU wie üblich mit viel Wortgeklingel hinwegtäuschen.

Im Klartext: Der »Ankerzentren«-Startschuss war wieder einmal nur eine reine und peinliche CSU-Show-Veranstaltung. Es handelt sich lediglich um eine nutzlose Lightversion der Transit- oder Transferzentren, die der Merkel-Untertan Seehofer ursprünglich unmittelbar an der Grenze Bayerns installieren wollte.

Die CSU betreibt also aufs Neue eine pure Ankündigungs- und Schaufensterpolitik. Insbesondere um die heikle Frage der Bewachung und Einzäunung der Migranten wurde sich herumgemogelt.

Es gilt wie bisher: Hereinspaziert, herausspaziert – ganz nach Belieben.

Ansonsten bleibt es wie gehabt bei dem alten Verfahren: Wer hier bleiben darf oder nicht, entscheiden weiterhin die völlig überlasteten Verwaltungsgerichte. Oder die neu »Verankerten« nehmen die Entscheidung gleich selbst in die Hand – durch Abtauchen.

Eines allerdings machen Seehofers »Ankerzentren« einmal mehr deutlich: Die CSU ist schon lange nicht mehr im Volk verankert!

Herzlichst

Ihr David Bendels

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