Klartext des Chefredakteurs – Ausgabe 19

Liebe Leser,

Mitleid und Dankbarkeit sind keine realpolitischen Kategorien. Dennoch könnte man in diesen Tagen für Horst Seehofer fast Mitleid empfinden. Sein Ende als bayerischer Ministerpräsident und CSU-Chef scheint besiegelt. Aber wofür könnte ihm die CSU eigentlich dankbar sein? Dafür, dass er die Partei von Franz Josef Strauß zur Bayern-Filiale der Masseneinwanderungskanzlerin Angela Merkel und ihrer linksgrünen CDU gemacht hat? Dafür, dass er die CSU zu einer CDU in Lederhosen degenerierte? Dafür, dass seine Versprechen – Stichwort Obergrenze – so flüchtig waren wie der Treibsand in der Westsahara? Dafür, dass die CSU von der absoluten Mehrheit heute weiter entfernt ist als Deutschland von Jamaika? Seehofer wird als der CSU-Vorsitzende in die Geschichte dieser einstmals stolzen bayerischen Volkspartei eingehen, der das politische Erbe von Strauß an Merkels Jamaika-Roulettetisch verzockt hat. Es mag sein, dass eine Hälfte der christsozialen Basismitglieder in Markus Söder den Messias sieht. Mindestens die andere Hälfte sieht im Opportunisten Söder das personifizierte Unheil. Fazit: Es ist vollkommen gleichgültig, ob der gescheiterte Wendehals Seehofer oder der Karrierist Söder die Partei führt. Das Fundament der CSU ist unwiederbringlich geschliffen, sie ist inhaltlich entkernt. Die Ära der konservativ christlich-sozialen und liberalen »bayerischen Staatspartei« CSU ist für immer beendet. Das Erbe von FJS ist endgültig verspielt. Die politische und geistige Leerstelle, die die CSU hinterlassen wird, muss nunmehr geschlossen werden. Dies ist Chance, Aufgabe, Verpflichtung und auch Bürde der Bayern-AfD.

Immer gilt: Gott mit dir, du Land der Bayern!

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So wie es aussieht, dürfte der Berliner Polizeiskandal nur die Spitze eines Eisberges sein. Wie tief der unter Wasser liegende Kegel reicht, lässt sich anhand von täglich neuen Enthüllungen über die Unterwanderung der Polizei durch Migranten-Clans vor allem arabischer Provenienz nur vermuten. Wie übrigens auch die Bundeswehr immer mehr zu einem Exerzierfeld von Muslimen, womöglich sogar des IS, zu werden scheint. Multikulti in unserer Polizei und Armee – »das geht gar nicht«, wie die Masseneinwanderungskanzlerin einmal sagte, wenn auch in anderem Zusammenhang. »Dieser Augiasstall gehört ausgemistet«, würde Strauß sagen. Es geht ans Eingemachte unserer inneren und äußeren Sicherheit.

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Auf Seite 8 lesen Sie eine neue Rubrik: Das »Irrenhaus-Tagebuch«. Zwölf Jahre Kanzlerschaft von Angela Merkel haben aus Deutschland ein Tollhaus gemacht. Wir dokumentieren die jeweils absurdesten Nachrichten der Woche. Deutschland scheint diesbezüglich kein Einzelfall zu sein. Der Verteidigungsminister der Atommacht Großbritannien trat zurück, weil er vor 15 Jahren einer Frau seine Hand aufs Knie gelegt haben soll. Im Grunde eine Lappalie, über die die Mitglieder der »political correctness«-Sekte in Furor geraten und sich mehr erregen als über eine der tagtäglichen Vergewaltigungen irgendwo in Europa durch Migranten. Merke: Jede Form der Maßlosigkeit hat den Verlust von Würde zur Folge.

Herzliche Grüße,
Ihr David Bendels

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