Klartext des Chefredakteurs – Ausgabe 24

Liebe Leser,

»Kaltland« lautet der suggestive Titel eines Buches, das sich großer Beliebtheit vor allem bei linken Gutmedienschaffenden erfreut. Es soll uns Deutschen ein schlechtes Gewissen einimpfen: Wie »kalt« wir doch mit den Einwanderern in unsere Sozialsysteme umgehen. Weil wir ihnen das Selbstverständliche abverlangen: Akzeptanz unserer freiheitlich-demokratischen, christlich-abendländischen Werte, Toleranz religiöser Vielfalt, Gleichberechtigung von Mann und Frau. Aber eigentlich ist »Kaltland« ein durchaus zutreffender Titel, wenn nur der Inhalt stimmen würde. Kalt, ja kaltherzig ist ein Land, dessen (Berliner) Polizei nach dem Verbrennen der israelischen Flagge durch einen entfesselten Migranten-Mob unter den Augen eben dieser Polizei notiert: »Keine größeren Störungen.« Kalt, ja eiskalt, ist ein Land, das derartige Exzesse wie in Berlin tatenlos geschehen lässt, obwohl zu dessen Staatsräson das bedingungslose und richtige Bejahen des Existenzrechts Israels gehört. Nein, nicht kalt, sondern opportunistisch, islamhörig und feige ist eine deutsche Regierung, die ihren wichtigsten Verbündeten verrät, weil der in Gestalt des Präsidenten der Vereinigten Staaten anerkennt, was seit 50 Jahren politische Realität ist: Jerusalem ist die Hauptstadt eines souveränen jüdischen Staates.

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»Wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht nass«, besagt eine Redewendung. Was so viel bedeutet wie: Wer den Pelz gewaschen haben möchte, ohne dabei nass zu werden, der will aus einer Sache nur Vorteile für sich ziehen. Vereinfacht gesagt: Er will sich die Rosinen aus dem Kuchen picken. Opposition mit Ministergehalt, Dienstwagen und eine nicht zu knappe Staatspension. So würde sich am liebsten die Schulz-SPD beim GroKo-Gewürge mit ihrem KoKo-Gefasel davonstehlen. Aus »staatspolitischer Verantwortung« natürlich.

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Es wird früher dunkel und morgens später hell. Und doch spüren wir Christen in dieser Jahreszeit an Weihnachten das Licht ganz besonders. Doch täuschen wir uns nicht. Der christlich-abendländische Grundwasserspiegel sinkt, den deutschen Amtskirchen kehren jedes Jahr verdrossene Mitglieder in der Dimension der Einwohnerzahl einer deutschen Großstadt den Rücken. Der große Journalist Peter Scholl-Latour hat einmal gesagt: Er fürchte nicht die Stärke des Islam, er fürchte die Schwäche des Abendlandes – »das Christentum hat weitgehend abgedankt.« Darüber insbesondere sollten sich über Weihnachten die Funktionäre der islamdevoten und genderberauschten Amtskirchen ihre Gedanken machen.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen und Ihren Lieben besinnliche und friedvolle Weihnachtstage und einen guten Start ins neue Jahr. Vor allem Gesundheit, Kraft und Gottes reichen Segen.

Der Deutschland-KURIER macht zwei Wochen Weihnachtspause. Am 10. Januar 2018 erscheinen wir wieder wie gewohnt – ohne ein Blatt vor den Mund zu nehmen.

Herzliche Grüße,
Ihr David Bendels

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