Klartext des Chefredakteurs

Marschieren für die eigene Ausbeutung

David Bendels

da marschieren sie wieder, die Fußtruppen der »Fridays For Future«-Bewegung, und demonstrieren für mehr staatliche Maßnahmen zum »Klimaschutz«. Und drinnen sitzt seit gestern ein auserwähltes Häuflein von Regierungspolitikern zusammen, freut sich – wie Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) ganz offen über den »Rückenwind« von den Demonstranten und denkt sich einen ganzen Katalog an neuen Steuern und Verboten, Regulierungen, Vorschriften und Einschränkungen aus. Und das Volk klatscht auch noch Beifall. Oder jedenfalls der Teil der Bevölkerung, der sich von Mediengouvernanten und grün-linken Propagandisten, von Klassenlehrern und Schulleitern, von staatsfinanzierten »Nichtregierungsorganisationen« und sonstigen Wichtigtuern zum Demonstrieren hat schicken lassen.

Clever eingefädelt: Bürger demonstrieren für ihre eigene Ausbeutung. Das muss ihnen erst mal einer nachmachen.

Unterm Strich wird von dem ganzen Zirkus um »Klimastreik«, »Klimakabinett« und »Klimaschutzpaket« nur eines übrig bleiben: Mehr Steuern, mit denen vor allem Mittelschicht und produktives Unternehmertum noch stärker geschröpft werden. Das Klima in ein paar Jahrzehnten wird davon höchstwahrscheinlich nicht »gerettet«, das kann auch keiner überprüfen. Aber das zusätzliche Geld kommt gleich in die Kasse und kann für anderen Unfug ausgegeben werden, den diese Regierung angerichtet hat und der ihr langsam, aber sicher über den Kopf wächst. Für die Haftungsverpflichtungen aus dem Euro-Desaster zum Beispiel, der anderen grandios danebengegangenen »Rettung«. Oder für die Lawine an Folgekosten, die die anhaltende unkontrollierte Massenzuwanderung in die Sozialsysteme nach sich zieht. Da kommt so eine »CO2-Steuer« gerade recht. Deutschland wird darüber Zug um Zug zum sozialistischen Gesinnungsstaat. Nicht nur in Sachen »Europa« und »Migration« zählt nur noch die Haltung und nicht mehr Argumente und der demokratische Wettbewerb, auch das »Klima« ist jetzt eine Glaubensfrage, über die am besten gar nicht mehr diskutiert wird.

Für die »gute Sache« ist auch jeder Rechtsbruch hinnehmbar, vom Schuleschwänzen bis zur Sachbeschädigung und rechtswidrigen Straßenblockade. Militante Linksextremisten nutzen die Vorlage, um ihren Straßenterror auszuweiten. Und die Grünmarxisten arbeiten derweil an ihrer neuen Gesellschaft, in der die Massen verarmen und mit Vorschriften gegängelt werden – und dadurch noch mehr vom Staat und seinen Gouvernanten abhängig sind. Die neue Nomenklatura nimmt sich natürlich trotzdem alles heraus, was sie anderen gerne verbieten möchten, von der Fernflugreise bis zur Dienst-Limousine.

Also immer vorwärts auf dem Weg in den Klima-Sozialismus? Höchste Zeit, dass die Leute aufwachen und merken, wie sie hier für dumm verkauft werden. Höchste Zeit zu sagen: Schluss mit der Ausbeutung für alles und jeden. Wer hart arbeitet und den Staat am Laufen hält, soll nicht länger Lastesel und Melkkuh für Ideologen und Fanatiker sein. Der »Klimaschutz«-Raubzug muss der Tropfen sein, der das Fass zum Überlaufen bringt. Freiheit statt Klima-Sozialismus!

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