Klartext des Chefredakteurs:

Robert, Greta und Donald auf dem Zauberberg

David Bendels

dreitausend Politiker, Wirtschaftslenker und Entscheider treffen sich in einem exklusiven Schweizer Kurort und lassen sich von einer 17-jährigen Schulschwänzerin mit moralisierender Panikmache und platten Allgemeinplätzen belehren.

Wie der Medien-Mainstream das Weltwirtschaftsforum zum Duell Donald Trump gegen Greta Thunberg hochjazzte, als wäre die PR-gehypte Wohlstandsgöre auf Augenhöhe mit dem US-Präsidenten, ach was, auf einem Heiligenpostament hoch über ihm, war schon lächerlich genug. Aber dann kam Robert Habeck, zog als pöbelnder Elefant durch den Porzellanladen der transatlantischen Diplomatie, erklärte das Staatsoberhaupt der USA zum »Gegner« und zur Ursache aller Probleme, und der deutsche Zwangsgebührenfunk war als liebedienerischer Stichwortgeber schön mit dabei.

Die jugendliche Fanatikerin, die ihre psychischen Probleme auf der Weltbühne kurieren möchte, und der vom moralimperialistischen Größenwahn besoffene Grünen-Vorsitzende, der das bedauernswerte Mädchen noch an Infantilismus und Verbalradikalismus zu übertreffen versucht – die beiden könnten sich glatt zusammen in Thomas Manns Zauberberg-Sanatorium einweisen lassen, das in Manns Roman bekanntlich auch in Davos zu finden ist.

Vor dieser Kulisse von Durchgedrehten erscheint der US-Präsident als Leuchtturm der Vernunft und des gesunden Menschenverstandes. Bloß warum hat seine Rede den grünen Kobold so provoziert, dass er gleich einen diplomatischen Eklat losbrechen musste, zu dem die Kanzlerin übrigens beharrlich schweigt?

Viel verstanden hat er von der englischen Rede des Präsidenten wahrscheinlich nicht; wie die Pendlerpauschale funktioniert, über die er sich ebenfalls so aufregte, hat er ja auch nicht kapiert.

So viel aber vielleicht doch: Donald Trump sprach sich zum einen für Optimismus und gegen die »ewigen Propheten des Untergangs und ihre Vorhersagen der Apokalypse« aus – eine klare Kampfansage an eben jene Panikmacher, die uns mit Weltuntergangsgeraune eine grünsozialistische Klima-Diktatur unterjubeln wollen.

Trump sagt, oberste Pflicht einer Regierung sei es, die eigenen Bürger und ihr Wohlergehen an die erste Stelle zu setzen. Für Ideologen, die bedenkenlos im Namen abstrakter Weltrettungsfantasien das eigene Land an die Wand fahren, ist das erst recht eine Provokation.

Und Trump behauptet, kurz gesagt: »Die Zukunft gehört Patrioten.« Das kann natürlich ein Robert Habeck, der Vaterlandsliebe stets »zum Kotzen« fand, natürlich überhaupt nicht verkraften.

Wer Donald Trump für einen »Verrückten« hält, aber sich ernsthaft einen Robert Habeck als Bundeskanzler vorstellen kann, bei dem ist wohl selbst einiges durcheinandergeraten.

Sage keiner, wir hätten ihn nicht gewarnt.

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