Klimafreundlicher Kraftstoff:

Umweltbehörden lassen sauberen Diesel nicht zu

Der Diesel als Kraftstoff ist noch lange nicht am Ende: Auch wenn ihn die ideologische Verbohrtheit deutscher Behörden mit aller Macht ausbremsen will

Ein aus Abfall hergestellter, klimafreundlicher Biodiesel könnte die CO2-Bilanz eines Dieselmotors deutlich verbessern und wird beim Autozulieferer Bosch in der Praxis getestet. Deutschlands Umweltbehörden jedoch verhindern laut einem Medienbericht die Markteinführung.

In Fahrzeugen der Geschäftsführung nutzt die Robert Bosch GmbH bereits seit Anfang November des vergangenen Jahres einen zu 100 Prozent regenerativen Diesel. Bei dem Kraftstoff handelt es sich um den sogenannten C.A.R.E.-Diesel, vertrieben durch das Handelsunternehmen Toolfuel. Dieser wird laut Angaben des Autozulieferers überwiegend aus Rest- und Abfallstoffen erzeugt. Mit dem Einsatz des C.A.R.E.-Diesels reduziere sich der CO₂-Ausstoß der Fahrzeuge der Bosch-Geschäftsführung laut Toolfuel um rund zwei Drittel (65 Prozent). »Der Einsatz von regenerativen und synthetischen Kraftstoffen kann einen großen Beitrag leisten, die Erderwärmung zu begrenzen. Ihre Verwendung wirkt ökologisch wesentlich schneller als die komplette Erneuerung von Fahrzeugen und Infrastruktur – denn bestehende Tankstellen lassen sich weiter nutzen«, sagt Dr. Volkmar Denner, Vorsitzender der Geschäftsführung der Robert Bosch GmbH, und fordert: »Synthetische und regenerative Kraftstoffe sollten in der CO₂-Flottenregulierung für Pkws und Lkws angerechnet werden.«

Das SPD-geführte Umweltbundesamt, eine Unterbehörde des ebenfalls SPD-geführten Bundesumweltministeriums, erteilt jedoch keine Zulassung für den bei Bosch getesteten Kraftstoff. Dieser ist somit nicht an Tankstellen verfügbar, berichtet die ›Stuttgarter Zeitung‹.

Der Hintergrund zur Verweigerung der Zulassung sei eine Entscheidung der Bundesregierung, zugunsten der Elektromobilität nicht auf alternative Kraftstoffe zu setzen. »Entgegen den Hoffnungen des Autozulieferers Bosch und der Kraftstoffindustrie darf der klimafreundliche C.A.R.E.-Diesel auch künftig nicht an deutschen Tankstellen verkauft werden«, so die Zeitung.

Das Umweltbundesamt begründete das der Zeitung gegenüber damit, dass mit Elektrofahrzeugen bereits Alternativen für Diesel-Pkws zur Verfügung stünden. Zudem könne nicht ausgeschlossen werden, dass für den Öko-Sprit Palmöl genutzt werde. Das allerdings sei kein Argument. Dies lasse sich durch entsprechende Nachhaltigkeitskriterien verhindern, so ein Bosch-Sprecher gegenüber der ›Stuttgarter Zeitung‹. Ein Liter Öko-Diesel dürfte laut Bosch herstellungsbedingt etwas mehr als herkömmlicher Dieselkraftstoff kosten. Bosch setzt weiter auf die Diesel-Technologie, auch wenn das Unternehmen in weitere Standbeine wie die E-Mobilität investiert.

Wie der Deutschland Kurier berichtete, hat die Bundesregierung ein Milliarden Euro teures Programm beim »Autogipfel« im Kanzleramt verabschiedet, um die politisch verordnete, jedoch massiv ins Stocken geratene Elektro-Mobilität voranzutreiben.

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