Klimaheuchler:

Jede vierte Klassenfahrt erfolgt per Flugzeug

Auf zum Klassenflug: Freitags die Schule »für das Klima« schwänzen und dann mit dem Flugzeug um den halben Planeten düsen

Während Klassenfahrten ehemals per Bus oder Zug absolviert wurden, treten knapp 25 Prozent der »Fridays For Future«-Generation diese per Flugreise nach New York oder Singapur an. Das ergab eine Stichprobe an 17 weiterführenden Schulen in Hamburg. Grund für die Stichprobe der Schulbehörde war eine Kleine Anfrage der AfD-Fraktion in der Bürgerschaft.

Eine Senatsantwort auf eine Anfrage des AfD-Fraktionsvorsitzenden Alexander Wolf zeigt, dass fast jede vierte Klassenfahrt im Schuljahr 2018/19 mit dem Flugzeug absolviert wurde (Drucksache 21/18828). Die 17 befragten Schulen führten demnach 369 Klassenreisen durch. Bei 84 Klassenfahrten wurde das Flugzeug benutzt. Die Klassenfahrten führten an weit entfernte Orte wie nach Brasilien, Sibirien, Shanghai oder in den Senegal. Unter den fernreisewütigen Schulen befinden sich auch Schulen, die von der Hamburger Behörde für Schule und Berufsbildung mit dem Gütesiegel »Klimaschule« ausgezeichnet wurden. Ziel dieser rund 63 »Klimaschulen« ist »die Stärkung der Klimakompetenzen der Schulgemeinschaft sowie die Reduzierung der CO2-Emissionen, die durch den Schulbetrieb verursacht werden«, so das Landesinstitut für Lehrerbildung und Schulentwicklung über das Konzept der »Klimaschule«. Das Gymnasium Süderelbe – eine dieser sogenannten Klimaschulen – flog beispielsweise nach Shanghai, Indien und mehrmals nach Spanien und Frankreich.

»Erst kommt das Fliegen, dann die Moral«

Im Mai beantragte die AfD-Fraktion, dass »Klimaschulen« künftig auf Klassenreisen mit dem Flugzeug verzichten und stattdessen klimafreundlichere Alternativen nutzen sollten (Drucksache 21/17293). Die aktuelle Senatsantwort unterstreicht die Berechtigung des AfD-Antrages. Darüber berichtete die ›Bild‹-Zeitung, die sich auf eine »Stichprobe« der Hamburger Schulbehörde berief, die der Zeitung »zugespielt« wurde, bevor die AfD-Fraktion Kenntnis davon erhielt. Die ›Bild‹-Zeitung scheint in ihrer Berichterstattung »vergessen« zu haben zu erwähnen, dass die AfD-Anfrage Anlass der »Stichprobe« war, bemerkt hierzu der Vorsitzende und schulpolitische Sprecher der AfD-Fraktion in der Hamburgischen Bürgerschaft, Alexander Wolf. Der AfD-Politiker stellt weiter fest:

»Erst kommt das Fliegen, dann die Moral. Die Senatsantwort auf meine Anfrage belegt offenkundig die Doppelmoral großer Teile der Schülerschaft. Es ergibt wenig Sinn, für das Klima auf die Straßen zu gehen und Forderungen zur Rettung der Welt aufzustellen, aber sich selbst nicht zu mäßigen, selbst nicht mit gutem Beispiel voranzugehen. Besonders absurd sind die ›Klassenflüge‹ der ›Klimaschulen‹, die diesen Namen offenkundig nicht verdienen. Deshalb mein Appell an die Schülerschaft: Weniger fordern und mehr eigenverantwortlich handeln und beim Umweltschutz bitte zunächst vor der eigenen Türe kehren.«

Drucken