Klimawahn / Deindustrialisierung:

VW-Tochter Audi will 9.500 Stellen in Deutschland streichen

Audi-Werk in Neckarsulm: Hier und in Ingolstadt wird der Job-Kahlschlag vermutlich am härtesten ausfallen

Einem Medienbericht zufolge streicht Audi 9.500 Stellen in Deutschland. Gleichzeitig will der Konzern 2.000 Stellen in anderen Bereichen schaffen.

Die VW-Tochter Audi will 9.500 Stellen in Deutschland abbauen. Dies habe das ›Handelsblatt‹ aus Konzernkreisen erfahren. Der Kahlschlag sei das Ergebnis der Verhandlungen zwischen Management und Betriebsrat, die eine Sanierung der VW-Tochter zum Ziel haben.

Im Gegenzug will der Konzern 2.000 neue Jobs in sogenannten Zukunftsbereichen schaffen. Der Stellenabbau soll sozial verträglich verlaufen, betriebsbedingte Kündigungen seien ausgeschlossen. Die verbleibenden 50.000 Beschäftigten in den Stammwerken Ingolstadt und Neckarsulm sollen eine Beschäftigungsgarantie bis Ende 2029 erhalten. Das Unternehmen wollte die Informationen auf Anfrage des ›Handelsblatts‹ nicht kommentieren.

Zurzeit informiert Audi die Mitarbeiter in den Werken Neckarsulm und Ingolstadt. Gerade dort scheint die Lage kritisch. In dem Werk werden aktuell vor allem die Audi-Modelle A4 bis A8 und R8 gebaut. Wegen des ideologisch vorangetriebenen Kampfes gegen Verbrennungsmotoren leidet das Werk aber seit Langem unter einer Unterauslastung. Dieses Jahr werden dort voraussichtlich das dritte Mal in Folge weniger als 200.000 Autos gebaut. Die Kapazität ist für die Produktion von jährlich 300.000 ausgelegt. Verringern sich die Stückzahlen, steigen in der Regel die Produktionskosten.

Audi und der Betriebsrat sind seit Längerem in Verhandlungen über einen »Zukunftspakt« für das unter Druck stehende Unternehmen. Zuletzt war dabei auch über die Kürzung von Kapazitäten in den Werken Ingolstadt und Neckarsulm gesprochen worden. Anfang November hatte ein Audi-Sprecher dazu gesagt: »Es geht unter anderem darum, die Kapazitäten so auszurichten, dass die Werke insgesamt profitabel und wirtschaftlich flexibel arbeiten.« Laut ›Focus‹ habe der Konzern damals auch betont, er stehe »zur Beschäftigungsgarantie bis 2025«.

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