Konjunktur

Abschwung erreicht auch die Elektroindustrie

Die deutsche Elektroindustrie hat im ersten Quartal dieses Jahres ein deutlich schlechteres Ergebnis erzielt als im Vorjahr. Das teilte der »Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie« (ZVEI) mit.

Für das gesamte erste Quartal 2019 ergab sich demnach ein Rückgang der Auslieferungen um 2,6 Prozent gegenüber dem Vergleichsquartal 2018. Die Aufträge aus dem Ausland gaben um 2,3 Prozent nach. Die Branche ist besonders stark vom Export abhängig.

Der Umsatz stieg zwar leicht um 0,8 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal auf 47,2 Milliarden Euro (wobei der Inlandsumsatz um 1,3 Prozent auf 22,4 Milliarden Euro stieg, der Auslandsumsatz dagegen nur um 0,4 Prozent auf 24,8 Milliarden Euro). Aber inflationsbereinigt ergibt die Steigerung des Umsatzes sogar ein Minus.

Zu Beginn des zweiten Quartals gab die Kapazitätsauslastung nach Verbandsangaben weiter nach – um fast zwei Prozentpunkte auf 85,7 Prozent der betriebsüblichen Vollauslastung. Gleichzeitig gingen die Auftragsbestände von 3,8 auf 3,4 Produktionsmonate zurück. Das Geschäftsklima in der Elektrobranche trübte sich also im April nochmals leicht ein. Die Unternehmen beurteilen sowohl ihre aktuelle Lage als auch die allgemeinen Geschäftserwartungen ungünstig. Diese liegen per Saldo im negativen Bereich. Vor allem die Exporterwartungen gaben im April stark nach: Hier fiel der Saldo aus positiven und negativen Antworten von neun auf jetzt nur noch einen Prozentpunkt.

»Alles in allem war das erste Quartal ziemlich durchwachsen«, beklagte der Chefvolkswirt des »Zentralverbandes Elektrotechnik- und Elektronikindustrie«, Andreas Gontermann.

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