Krise der Automobilindustrie:

Opel beantragt monatelange Kurzarbeit am Stammsitz

Der Autobauer Opel streicht in seinem Stammwerk Rüsselsheim für sechs Monate die Spätschicht. In Absprache mit dem Betriebsrat hat das Unternehmen bei der Arbeitsagentur Kurzarbeit für die meisten der rund 2.600 Beschäftigten des Produktionswerks angezeigt, erklärte ein Opel-Sprecher am Dienstag.

Darauf haben sich Management und Betriebsrat grundsätzlich geeinigt, berichtet das Handelsblatt aus Konzernkreisen. Ein entsprechender Antrag für Kurzarbeit wurde bei der Bundesagentur für Arbeit eingereicht.

»Die Opel Automobile GmbH hat bei der zuständigen Agentur für Arbeit Kurzarbeit für das Werk Rüsselsheim angezeigt. Die Kurzarbeit soll in diesem Monat beginnen und sechs Monate andauern«, bestätigte ein Unternehmenssprecher dem Magazin. Dieser Schritt diene dazu, eine »sozialverträgliche Brückenlösung zu schaffen«.

Die Arbeitnehmer erhalten für die nicht geleistete Arbeitszeit Kurzarbeitergeld als Lohnersatzleistung sowie einen Zuschlag von Opel. Das Entwicklungszentrum und weitere zentrale Einheiten des Autobauers seien nicht betroffen.  Mit den Investitionen in den Bau des nächsten Opel Astra ab 2021 sei die Zukunft des Werkes aber langfristig gesichert, heißt es dazu weiter.

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