Kritik an Hetz-Video reißt nicht ab:

Knödelbarde Grönemeyer »klingt wie vor 1945«

Das geht selbst Linken zu weit: In einer Art Sportpalast-Tonfall brüllt Herbert Grönemeyer ins Publikum, es solle »diktieren, wie ’ne Gesellschaft auszusehen hat«

Was noch fehlte im Kampf »gegen rechts«: Außenminister Heiko Maas (SPD) applaudiert dem immer feister werdenden linksgrünen Knödelbarden Herbert Grönemeyer mit Wohnsitz in einer der teuersten Gegenden von London.

»Es liegt an uns, für eine freie Gesellschaft einzutreten und die Demokratie gemeinsam zu verteidigen«, schrieb der SPD-Politiker am Sonntag auf ›Twitter‹ und entblödete sich nicht, hinzuzufügen: »Danke an Herbert #Groenemeyer und allen anderen, die das jeden Tag tun.«

 

Dazu stellte Maas das Video eines Konzerts ein, das vergangene Woche bei einem Auftritt in Wien entstanden sein soll. Darin ruft Grönemeyer mit sich überschlagendem Gekrächze im Goebbelschen »Sportpalast«-Tonfall dazu auf, »keinen Millimeter nach rechts« zu rücken.

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Das Video des 63-Jährigen sorgt für anhaltende Empörung im Netz. Zum einen wegen des hetzerischen Stils und zum anderen wegen seines hysterischen Tonfalls. Bei ›Twitter‹ gab es am Wochenende Stimmen unter anderem von AfD-Politikern, die Grönemeyers teilweise herausgebrüllte Hetzparolen mit Nazi-Propaganda vergleichen.

Grönemeyer sagt in dem Konzertvideo, auch wenn Politiker »schwächeln«, und das sei in Österreich nicht anders als in Deutschland der Fall, »dann liegt es an uns, zu diktieren (!), wie ’ne Gesellschaft auszusehen hat. Und wer versucht, so ’ne Situation der Unsicherheit zu nutzen für rechtes Geschwafel, für Ausgrenzung, Rassismus und Hetze, der ist fehl am Platze (…).«

Die stellvertretende Vorsitzende der AfD-Bundestagsfraktion, Beatrix von Storch, twitterte: »Das ist die furchterregendste, übelste, totalitärste Hassrede, die ich je gehört habe.« Das sei Ton und Furor »des neuen Terrors von links«, schrieb sie. »Wer das unterstützt, ist – wie Heiko Maas – ein Fall für den Verfassungsschutz.«

Kritik an dem Auftritt kam aber keineswegs nur aus dem AfD-Lager. Selbst dem Autor und Dramaturg Bernd Stegemann, erklärtermaßen ein Unterstützer der linken Sammlungsbewegung »Aufstehen«, gehen Grönemeyers Ausfälle zu weit. Stegemann schrieb auf ›Twitter‹: »Der Tonfall, mit dem Grönemeyer sein Publikum politisch anheizt, macht mir ein wenig Angst. Ich sag‘s ungern, aber er klingt wie ein Redner vor 1945.« (lol)

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