KSK-Debatte:

AfD stellt sich vor die Soldaten

Unter Generalverdacht: die Bundeswehrelitetruppe KSK, hier beim Training

In der Debatte um eine Teilauflösung der Bundeswehr-Eliteeinheit »Kommando Spezialkräfte« (KSK) hat sich der AfD-Fraktionschef im Berliner Abgeordnetenhaus, Oberst a. D. Georg Pazderski, ohne Wenn und Aber vor die Soldaten gestellt. Der AfD-Politiker, der während seiner 41 Jahre langen Zeit als Berufssoldat in zahlreichen hohen Nato-Verwendungen tätig war, nahm das KSK ausdrücklich vor pauschalen Verdächtigungen als »rechtsextrem« in Schutz.

Pazderski erklärte auf ›Facebook‹: »Die Bundesverteidigungsministerin bekräftigt mit der Teilauflösung des KSK den unsäglichen und völlig unbegründeten Generalverdacht gegen alle unsere Soldaten. Sie schwächt die ohnehin kaputtgesparte Truppe durch einen weiteren moralischen Tiefschlag und setzt so Deutschlands Sicherheit fahrlässig aufs Spiel. Wie schon mit der katastrophalen Aussetzung der Wehrpflicht durch einen Unionsminister hat die einstmals konservative Altpartei erneut unter Beweis gestellt, dass sie aus machttaktischen Erwägungen jederzeit bereit ist, Grundsatzpositionen aufzugeben und sogar die Diener unseres Staates rücksichtlos vor den Kopf zu stoßen. Dies wird auch im Ausland sehr aufmerksam beobachtet und negativ in die ohnehin kritische Einschätzung der Bündnistreue Deutschlands einfließen.«

Oberst a.D. Georg Pazderski (AfD) schämt sich bei unseren Soldaten für diese Bundesregierung

Der AfD-Politiker resümierte: »Ein trauriger Tag für die Sicherheit unseres Landes und für alle unsere Soldaten. Ich schäme mich für die rückgratlose Politik der Bundesregierung.«

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