Landtagswahl Sachsen

Friede, Freude, Eierkuchen in der CDU

Abgerissenes CDU-Wahlplakat mit dem Konterfei von Ministerpräsident und CDU-Spitzenkandidat Michael Kretschmer: Vor der sächsischen Landtagswahl brodelt es bei den Christdemokraten im Freistaat

Zweieinhalb Wochen vor der Landtagswahl in Sachsen kriegt die CDU das große Flattern. Obwohl die Union öffentlich um eine zur Schau getragene Einigkeit bemüht ist – nach dem Motto: Friede, Freude, Eierkuchen –, gärt es an der Basis im Osten weiter.

Der Ostbeauftragte der Bundesregierung, Christian Hirte (CDU), wurde diese Woche besonders deutlich. Die CDU habe die Stimmungslage der Bürger im Osten nicht aufgegriffen. Seine Partei habe auch nicht deutlich machen können, dass sie deren Interessen im Blick habe, räumte der aus Thüringen stammende CDU-Politiker im ›Südwestrundfunk‹ (›SWR‹) unumwunden ein. »Wenn Sie sich etwa die Europawahl anschauen, kann man ja kaum behaupten, dass wir politisch alles richtig gemacht hätten«, kritisierte er.

CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer reagierte zurückhaltend auf die erneute Kritik. Sie räumte aber ein, dass, obwohl »schon viel erreicht« worden sei, immer »noch viel zu tun« sei. In Sachsen bestehe nach wie vor ein Wohlstandsgefälle zwischen Stadt und Land.

»Rückenwind aus Berlin«

Vor allem in der Sachsen-CDU brodelt es seit Monaten. In einem offenen Brief hatten sich Mitte Juni sächsische CDU-Landtagsabgeordnete, mehrere CDU-Kreisverbände und Leipziger CDU-Spitzenvertreter an die Bundesvorsitzende Kramp-Karrenbauer gewandt und den Frust der Basis artikuliert.

Jetzt heißt es, man habe Missverständnisse bei einem Treffen diese Woche in Berlin ausgeräumt, der Streit sei beigelegt. Mehr noch: Die Sachsen-CDU spüre Rückenwind aus Berlin.

Witz komm raus, du bist umzingelt! (lol)

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