Landtagswahl Sachsen – wieder wird eine ganze Stadt in die braune Ecke gestellt

Kretschmer verrät die Bürger von Chemnitz

Ein Jahr, nachdem der Chemnitzer Daniel Hillig erstochen wurde, kochen die Ereignisse im Wahlkampfendspurt wieder hoch. Sachsens Ministerpräsident Kretschmer (CDU) lässt die Bürger von Chemnitz im Stich.

CDU-Spitzenkandidat Michael Kretschmer – Gedenken an das Mordopfer Daniel Hillig: Der Ministerpräsident fällt den Bürgern von Chemnitz feige in den Rücken

Auf den letzten Metern vor den Landtagswahlen in Sachsen und Brandenburg am kommenden Sonntag geht es wieder um die unsägliche Frage: Wie rechtsradikal sind die Sachsen? Gab es »Hetzjagden« in Chemnitz? So hatten es die Bundesregierung und die ihnen hörigen Mainstream-Medien behauptet und verbreitet.

Ein Jahr nach den Ereignissen rund um das Chemnitzer Stadtfest steht der frühere Verfassungsschutzpräsident Hans-Georg Maaßen (CDU) wieder im Focus. Er hatte »Hetzjagden« nicht zu erkennen vermocht und wurde deshalb bis zu seiner Entlassung im November 2018 systematisch aus dem Amt gemobbt.

Trotzdem machte Maaßen als Mitglied der »WerteUnion«, einer sektiererischen konservativen Gruppierung innerhalb der CDU, kurze Zeit Wahlkampf in Sachsen und Brandenburg. Maaßen hat seine Wahlkampfunterstützung inzwischen eingestellt (der DK berichtete).

Das unsägliche Agieren des CDU-Regierungschefs

Zuvor hatte die immer mehr nach links abdriftende ›Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung‹ (›FAS‹) eine vermeintliche Sensation berichtet: Auf einer CDU-Wahlkampfveranstaltung in Plauen will die ›FAS‹ eine Diskussion Maaßens mit Besuchern einer CDU-Wahlkampfveranstaltung verfolgt haben. Auf die Frage aus dem Publikum, ob es denn »Hetzjagden« gegeben habe, sagte der Ex-Verfassungsschutzchef laut Zeitung: Es sei dabei zuallererst um jenes kurze Handy-Video gegangen, auf dem ein Mann einem anderen hinterherrennt, der vermutlich Ausländer sei. Zu hören war auf dem Video eine Frauenstimme, die mutmaßlich zu ihrem Mann ruft: »Hase, du bleibst hier.«

Dieses Paar, sagte Maaßen nun laut ›FAS‹, habe schließlich längst erklärt, wie es wirklich gewesen sei, damals in Chemnitz – nämlich, dass es keine Hetzjagd gegeben habe. Also genau das, was er, Maaßen, selbst immer gesagt habe.

Maaßens Worte entfalteten der ›FAS‹ zufolge »die Wirkung eines Ziegelsteins, der in den Karpfenteich plumpst«. CDU-Ministerpräsident Michael Kretschmer erklärte Maaßen umgehend zur Persona non grata in Sachsen: »Die Debatte um die Ausschreitungen in Chemnitz hat sich durch ihn verlängert, was Sachsen geschadet hat«, verriet Kretschmer im Relotius-Magazin ›Spiegel‹ eine Woche vor der Landtagswahl den Bürgern von Chemnitz.

Rückblende: Am 26. August 2018 war der 35 Jahre alte Daniel Hillig in Chemnitz erstochen worden. Einen der zwei Tatverdächtigen sprach ein Gericht vergangene Woche schuldig und verurteilte ihn zu einer langjährigen Haftstrafe (der Deutschland Kurier berichtete) 

Ein Chemnitzer Wirt: »Bei Einbruch der Dämmerung gehen die Gäste nach Hause«

Normalität in Chemnitz: Die Innenstadt ist abends wie ausgestorben. Ein Wirt beklagt: »Abends, bei Einbruch der Dunkelheit, gehen meine Gäste nach Hause.« 44 Prozent der Chemnitzer fühlen sich laut Umfragen in ihrer Innenstadt »unsicher«. Doch das ist den Staatsfunk-Medien keine Meldung wert. Dafür aber das:

► Gierig wie ein Junkie griff die ›Tagesschau‹ einen Bericht des sogenannten Rechercheverbundes von ›NDR‹, ›WDR‹ und ›Süddeutscher Zeitung‹ auf. Diese berichteten unter Berufung auf ein angebliches Papier des Landeskriminalamtes (KA), eine Gruppe Rechtsradikaler aus Chemnitz habe im August 2018 über beabsichtigte Jagden auf und Schlägereien mit Ausländern diskutiert. Das hätte die Auswertung von »Chat-Protokollen« durch das LKA ergeben. Trotz der dürftigen Faktenlage meldete die ›Tagesschau‹ prompt Vollzug: »Rechtsextreme wollten Migranten jagen.«

Zu den Ermittlungen des LKA befragt, hielt sich Ministerpräsident Kretschmer mit Allgemeinplätzen zurück. Ein klares Wort, mit dem sich der »Landesvater« vor seine wieder einmal in die braune Ecke diffamierten Chemnitzer Bürger gestellt hätte – Fehlanzeige! (lol)

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