Luftwerte:

Shutdown führt Diesel-Hexenjagd ad absurdum

Um bis zu 70 Prozent ging das Verkehrsaufkommen in Deutschland während des Shutdown-Irrsinns zurück. Das Bundesumweltministerium leitet daraus die irreführende Behauptung ab, die Stickstoffdioxidbelastung in deutschen Städten sei dementsprechend deutlich zurückgegangen. Das Ministerium stützt sich auf Daten der Europäischen Umweltagentur sowie singuläre Auswertungen für die Bundesländer Hessen und Niedersachsen, wie aus der Antwort der Bundesregierung auf zwei schriftliche Einzelfragen des AfD-Bundestagsabgeordneten Marc Bernhard hervorgeht.

Corona sei Dank: Der Schwindel mit den angeblich so hohen Luftbelastungen durch den Diesel ist aufgeflogen

Der AfD-Umweltexperte wollte es genauer wissen. Er kommt nach Auswertung der Zahlen sämtlicher bundesweit 99 Messstationen für die ersten vier Wochen VOR und NACH dem Shutdown zu einem gänzlich anderen Ergebnis als das Bundesumweltministerium: Tatsächlich gab es keinen signifikanten Rückgang der Stickstoffdioxidwerte; diese stagnierten vielmehr im bundesweiten Mittel praktisch unverändert.

Bernhard, zugleich Sprecher der baden-württembergischen AfD-Landesgruppe im Bundestag, erklärte dazu: »Der anfängliche Verdacht aufgrund diverser Stichproben bei den Luftqualitätsdaten der ersten Wochen nach dem Shutdown hat sich inzwischen bestätigt: Eine vollständige Auswertung der Messwerte der Europäischen Umweltagentur für die vier Wochen vor und nach dem Shutdown am 23.3.2020 durch mein Büro ergab eindeutig eine Stagnation der Stickstoffdioxid-Werte – trotz drastischem Verkehrsrückgang in Deutschland.«

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