Machtgeschacher in Thüringen:

CDU lehnt Ramelows Trickserei ab

Der Machtpoker in Thüringen geht weiter: Ex-Ministerpräsident Christine Lieberknecht (CDU) soll nach dem Willen ihrer Partei nicht als Übergangsministerpräsidentin zur Verfügung stehen

Die Landes-CDU in Thüringen hat dem Vorschlag von Ex-Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke), mittels einer Übergangsregierung unter der früheren Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht (CDU) binnen 70 Tagen zu Neuwahlen zu kommen, eine Absage erteilt. Auch Thüringens geschäftsführender Ministerpräsident Thomas Kemmerich (FDP) sprach sich entgegen früheren Aussagen gegen schnelle Neuwahlen aus. »Wir können nicht so lange wählen lassen, bis das Ergebnis sich einstellt, das uns allen passt«, sagte Kemmerich nach einer Ältestenratssitzung im Thüringer Landtag in Erfurt. Er gab zu bedenken, ob es verantwortlich sei, in der derzeit »angepeitschten Stimmung« Wahlkampf zu machen.

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