Massen-Schulschwänzen:

Realschullehrer sehen »Recht auf Bildung« verletzt

Schulschwänzer auf Klima-Demo: Jetzt regt sich Widerstand beim Deutschen Realschullehrerverband

Der Deutsche Realschullehrerverband hat sich einen Tag vor dem weltweit geplanten sogenannten Klimastreik klar gegen Demonstrationen während der Unterrichtszeit ausgesprochen.

Es sei zwar wichtig, dass junge Menschen in der Schule lernten, »wie wir unsere natürlichen Lebensgrundlagen erhalten und aktiv schützen können«, erklärte Verbandschef Jürgen Böhm. »Ein sogenannter Streik während der Unterrichtszeit gehört jedoch sicher nicht zu den geeigneten Maßnahmen.«

Böhm vertrat die Auffassung, es sei deren persönliche Angelegenheit, »wie die jungen Menschen ihre Meinung im Hinblick auf Umwelt außerhalb der Unterrichtszeit zeigen«.

Aber die Schulpflicht und das Recht auf Bildung für demonstrationsunwillige Schüler dürften durch solche Aktionen »nicht aufgeweicht werden«.

Die Organisation »Fridays For Future« hat zu einer globalen Streikwoche für mehr Klimaschutz, die am Freitag beginnt, aufgerufen. Es wurden Proteste in mehr als 2.600 Städten in über 150 Staaten angekündigt. Die von der schwedischen Klima-Göre Greta Thunberg (16) aufgewiegelte Protestbewegung wird vor allem von Schülern und Studenten getragen.

Zuvor hatte bereits die Lehrergewerkschaft VBE Fehlstunden durch die Teilnahme an sogenannten Klima-Demos ein Problem genannt. Der VBE-Vorsitzende Udo Beckmann warf Politikern in diesem Zusammenhang »Doppelzüngigkeit« vor, weil sie auf der einen Seite das vermeintliche Engagement der Schüler unterstützten, aber auf der anderen Seite den Schulen die Verantwortung aufbürdeten, zu entscheiden, wie und ob sie Verletzungen der klar geregelten Schulpflicht ahnden. (lol)

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