Massenentlassungen reißen nicht ab

Auch »ThyssenKrupp« streicht 6.000 Stellen

»ThyssenKrupp«-Hochöfen in Duisburg: Der Stahlkonzern will allein in Deutschland rund 4.000 Stellen abbauen

Die Massenentlassungen in der deutschen Industrie gehen weiter: Nachdem die geplante Fusion mit dem indischen »Tata«-Konzern geplatzt ist, will auch »ThyssenKrupp« Tausende der rund 27.000 Stellen streichen.

Von den Stellen, die abgebaut werden, entfallen 4.000 auf Deutschland, sagte Vorstandschef Guido Kerkhoff am Freitag in Essen. Betriebsbedingte Kündigungen könnten bei einem Abbauprogramm dieser Größenordnung nicht ausgeschlossen werden, ergänzte Personalvorstand Oliver Burkhard.

In der Gesamtzahl seien 2.000 Stellen enthalten, die auch bei der Stahlfusion mit dem indischen Stahlriesen »Tata« gestrichen werden sollten. »Es ist ein recht tiefgreifender Einschnitt«, so Personalvorstand Burkhard.

»ThyssenKrupp« reagiert damit auf das Veto der EU-Kommission gegen die Fusion mit »Tata«. Dies sei »ein harter Schlag«, sagte Vorstandschef Kerkhoff. Durch den Zusammenschluss wäre Europas zweitgrößter Stahlkonzern mit rund 48.000 Mitarbeitern und Werken in Deutschland, Großbritannien und den Niederlanden entstanden. (hh)

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