Massenmigration über Spanien:

Mit Rot-Kreuz-Fernbussen nach Deutschland

Anlandung von »Flüchtlingen« in Malage, Spanien: Das Rote Kreuz kümmert sich nicht nur um die medizinische Erstversorgung der Illegalen, sondern auch um deren Weitertransport Richtung Deutschland

Das EU-Land Spanien unterläuft massiv die Regeln des Dublin-Abkommens und schickt afrikanische Migranten unregistriert Richtung Deutschland. Bereitwillige Unterstützer hierbei: das Rote Kreuz, das die Weiterreise mit Fernbussen organisiert und betreut. Das berichtet »Frontal 21«.

»Frontal 21«, das öffentlich-rechtliche Politmagazin des ›ZDF‹, dokumentiert in einem Beitrag unter dem Titel »Von Afrika nach Deutschland – Fluchtweg Spanien – und das Rote Kreuz hilft«, wie die Migrationspolitik längst schon zu einem offenen Angriff gegen Deutschland mutiert ist.

Die Journalisten des Beitrags, der in der vergangenen Woche um 21 Uhr ausgestrahlt wurde, zeigen hierbei die EU-internen Routen auf, über die die afrikanischen Illegalen von Spanien nach Deutschland geschleust werden. Das Rote Kreuz hilft hierbei tatkräftig mit.

An der Straße von Gibraltar, wo Spanien und Afrika nur 14 Kilometer Mittelmeer trennen, bringen Boote der offiziellen spanischen Seenotrettung tagtäglich Afrikaner an die spanische Küste, die sie im Mittelmeer aufgenommen haben. Diese Illegalen werden also nicht zurückgebracht, sondern gelangen über die Schiffe direkt in die EU. In Spanien angekommen, erhalten die Migranten ein Dokument ausgestellt, das sie offiziell auffordert, in ihre Heimat zurückzukehren. Weder werden die Illegalen auf spanischem Boden offiziell registriert noch ein Asylantrag angenommen. Denn, die EU- und migrationsfreundliche spanische Regierung unter dem Sozialisten Pedro Sánchez kontrolliert nicht, ob die Rückführung tatsächlich stattfindet und unterläuft somit massiv EU-Regeln.

»Merkel ist die Mama aller Afrikaner«

Konkret – das zeigt der Bericht auf – ermöglicht die spanische Regierung, die sich im vergangenen Jahr immer wieder bereit erklärt hat, selbst ernannten Seenotrettern die über das Mittelmeer geschleppten Menschen abzunehmen, afrikanischen Illegalen die Weiterreise nach Deutschland. Ist dieser Sachverhalt allein schon skandalös genug, zeigt die Reportage weiter auf, dass die Menschenschlepperei Richtung Deutschland unter tatkräftiger Mithilfe des Roten Kreuzes stattfindet.

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Im Bericht heißt es:

»Das spanische Rote Kreuz organisiert den Weitertransport.« Der Vertreter der Organisation erzählt: »Ich würde das einen Moment der Versorgung während der Reise nennen – der Reise nach Deutschland. Und obwohl die illegalen Migranten einen Ausweisungsbefehl bzw. eine Zurückweisung in der Tasche hätten, dürften sie sich hier in Ruhe ausruhen und sich auf die Weiterreise vorbereiten«, so der Rot-Kreuz-Vertreter.

Dass Deutschland das eigentliche Migrationsziel ist, zeigt die Aussage eines im Beitrag interviewten Afrikaners: »Angela Merkel hat ganz viel für die illegale Zuwanderung getan. Sie hat fast zwei Millionen Migranten aufgenommen im Jahr 2015 – Merkel ist die Mama aller Afrikaner. Deshalb machen sich so viele von uns auf nach Deutschland.«

In Kleinbussen des Roten Kreuzes werden die Afrikaner schlussendlich – über eine Strecke von eintausend Kilometern – an die spanisch-französische Grenze gebracht. Gut organisiert und durchgetaktet erwartet die illegalen Einwanderer dort bereits ein Fernbus. Die Bustickets wurden vom Roten Kreuz besorgt. An der spanisch-französischen Grenze wiederum werde es »noch einmal knifflig«, da diese von der französischen Seite aus »rund um die Uhr« bewacht werde. Trotzdem gelinge es vielen Migranten irgendwann durchzukommen: Tarifa – Campañó – Irun – Paris – Kehl – oder über Belgien bis nach Aachen. »Fast jeder kommt durch«, heißt es im Bericht aus dem Off.

Deutschlands Grenze unbewacht – Bundespolizei schaut zu

An der Grenze zu Deutschland gibt es keine Probleme: Es gibt keine Kontrollen. Manchmal beobachte ein Streifenwagen der Bundespolizei das Geschehen, heißt es im »Frontal 21«-Bericht weiter. Obwohl die wenigsten Afrikaner tatsächlich eine Chance auf Asyl in Deutschland hätten, nimmt nun die Asylindustrie in Form von unzähligen NGOs ihre Arbeit auf. Nun gehe es darum, so lange zu intervenieren, bis trotz »Dublin-Fall« die entsprechenden alternativen Aufenthaltsgenehmigungen vorliegen, heißt es weiter.

Die spanische Regierung bestreitet, mit der Schleusung afrikanischer Illegaler etwas zu tun zu haben. Der von »Frontal 21« interviewte Mitarbeiter des Roten Kreuzes bestätigt indes, dass gemeinsame Programme existieren würden, die ablaufen, wenn es darum geht, beispielsweise die Bustickets zu organisieren. Die Antwort auf die Frage, ob das Rote Kreuz die angeblichen Flüchtlinge dazu anhalte, in Spanien Asyl beantragen: »Nein, wir drängen niemanden zur irgendetwas. Von einem Boot mit hundert Menschen sind es vielleicht fünf oder acht, die hier Asyl beantragen.«

Spanien unterläuft damit die Regeln der EU. Denn eigentlich müsste das Land die »Flüchtlinge« ins Asylverfahren aufnehmen oder sie zurückschicken. Dieser offene Gesetzesbruch der spanischen Regierung, das Schleusen Illegaler durch das Rote Kreuz und die ungehinderte Einreise afrikanischer Illegaler in Heeresstärke findet indes bei politischen Verantwortlichen keinerlei Beachtung. Widerstand kommt einmal mehr nur aus dem Osten Europas.

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