Meinung der anderen

Merkur

»Deutschland steht vor gewaltigen Herausforderungen, aber es diskutiert über Fleischsteuern und Plastiktütenverbote. Das Erwachen dürfte schneller kommen als gedacht.« Ein Kommentar von ›Merkur‹-Chefredakteur Georg Anastasiadis.

»Es ist Mitte August, die ersten Bundesbürger kehren zurück aus den Ferien. Es gäbe viel zu diskutieren: In den neuen Ländern kündigt sich ein Erdrutschsieg der AfD an. In Berlin wird im Herbst Merkels Regierung stürzen. Die deutsche Wirtschaft steuert in eine handfeste Rezession. Und in der Straße von Hormus schafft es ein auseinanderfallendes Europa nicht, in einer gemeinsamen Anstrengung seine bedrohten Handelswege, die Lebensadern seines Wohlstands, zu sichern.

Doch auf all diese Debatten hat das seltsam entrückte Deutschland keinen Bock. Die Kraft, die stets das Gute will, hat drängendere Probleme zu lösen. Es gilt, den Leuten den Fleischkonsum auszutreiben. Die Plastiktüten zu verbieten. Und mit Greta und ihren vermummten Freunden durch den Hambacher Forst zu spazieren. Nur um das Fliegen wird kein ganz so großes Aufheben mehr gemacht, seit herauskam, dass ausgerechnet die Bundestagsabgeordneten der Grünen die Statistik der Supervielflieger anführen.«

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Junge Freiheit

»Wir alle zahlen die Zeche«, stellt Anabel Schunke in ihrem Gastkommentar über die sukzessive Verdrängung der Deutschen aus dem öffentlichen Raum, die weder von den Medien noch von der Politik angemessen wahrgenommen wird, fest.

»Das zunehmende Gefühl eines Verlustes von Sicherheit und Heimat zugunsten eines vermeintlichen multikulturellen Miteinanders, das nur allzu oft aufgrund weltanschaulicher Differenzen keines ist, manifestiert sich eben nicht allein an schrecklichen Gewalttaten wie zuletzt in Frankfurt oder Stuttgart. Es beginnt im eigenen Alltag. Bei den Dingen, den Aktivitäten, den Orten, die wir plötzlich meiden, weil wir nicht zu den Menschen passen, die diese Räume für sich eingenommen haben, und weil diese nicht zu uns passen.«

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Neue Zürcher Zeitung

Seit Kurzem schreibt der ehemalige Unionsfraktionschef eine Kolumne in der ›Welt am Sonntag‹. »Sie wirkt wie ein konservatives Korrektiv zu seiner Partei. Merz scheint seine politischen Ambitionen noch nicht begraben zu haben«, stellt Benedict Neff fest.

»Seit Mitte Juli scheint Merz nachzuholen, was er im letzten Jahr versäumt hat. Das Instrument dazu ist eine wöchentliche Kolumne in der ›Welt am Sonntag‹. Erstaunlich offen legt er sich hier mit der deutschen Regierung und seiner Partei an. In seiner ersten Kolumne schrieb Merz darüber, wie die Union in Polizei- und Armeekreisen Wähler an die AfD verliere. Ähnlich hatte er sich schon in einem Interview in der ›Bild am Sonntag‹ geäußert. ›Die Minister des Innern und der Verteidigung haben meine Aussagen pflichtgemäß scharf kritisiert‹, hebt Merz in seiner Kolumne hervor. Angesichts der Reaktionen, die er aus der Polizei und der Bundeswehr auf sein Interview erhalten habe, habe er die Dimension des Themas aber eher unterschätzt, fügt er hinzu.«

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