Meinung der anderen

Neue Zürcher Zeitung

»Der Totalitarismus kommt auf den Samtpfoten des Konformismus. Werden wir tatsächlich von Hate Speech überflutet?«, frag Milosz Matuschek.

»Kennen Sie schon den Extremismus der Mimi-Mitte? Es ist die neue Herrschaftsform in vielen repräsentativen Demokratien: Nicht die Mitte wandert zu den Extremen, sondern die Mitte wird selbst eine extreme Kraft, druckbetankt mit Moral, parteiübergreifend im Einsatz gegen das Böse in der Gesellschaft und vor allem im Netz, dem der Bürger schutzlos ausgeliefert ist und das die Demokratie bedroht. Jeder kann sich der Bewegung mit Wort und Tat anschließen, unter dem Opfer-Schutzschild ist Platz für viele, denn Dünnhäutigkeit ist das Markenzeichen der Mimi-Mitte. Sie bildet einen politisch-wissenschaftlich-kulturbetrieblich-medialen Komplex. Die Extremisten der Mimi-Mitte sind die Nomenklatura der repräsentativen Demokratie.«

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Vera-Lengsfeld-Blog

»In unserer Gesellschaft, in der Pferde nicht mehr Alltag, sondern Luxus sind, muss man den Begriff Rosstäuscher vielleicht erklären«, stellt Vera Lengsfeld fest.

»So wurden Händler genannt, die ein betrügerisches Verhalten an den Tag legten, bei dem Kunden mit verschiedenen Tricks über Gesundheitszustand, Alter und Wert des Pferdes getäuscht wurden. Unser Innenminister, der sich vor wenigen Jahren noch als Kämpfer gegen die ›Herrschaft des Unrechts‹ inszenierte, hat sich längst als Hüter des Unrechts entlarvt, indem er die unkontrollierte Masseneinwanderung, die von seinem Amtsvorgänger de Maizière mit der Anweisung, auch Menschen ohne oder mit sichtbar gefälschten Papieren ins Land zu lassen, nicht widerrief. Nach wie vor werden Menschen unkontrolliert ins Land gelassen, obwohl wir immer noch nicht genau wissen, wer seit 2015 zu uns gekommen ist. Erst jüngst wurde das wieder einmal schlaglichtartig klar, als sich herausstellte, dass der Schwertmörder von Stuttgart, der als Syrer eingewandert war, wahrscheinlich Palästinenser oder Jordanier ist. Auch Mehrfach-Identitäten gibt es nach wie vor, wie man en passant erfährt, wenn wieder einmal ein Intensivtäter so straffällig wurde, dass seine Tat in den Medien nicht verschwiegen werden konnte.«

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Preußische Allgemeine Zeitung

»Je kleiner die verbliebenen ehemaligen Volksparteien werden, umso schwerer, scheint es, sind sie zu lenken. Das liegt entweder an den Parteien selbst oder an ihrem Spitzenpersonal«, mutmaßt Florian Stumfall.

»Letzteres ließ die SPD vermuten, die sich vor Kurzem noch in einer Lage befand, die in keinem Handbuch für Parteienwesen beschrieben wird: Der Sessel der Nummer eins wird vakant, und niemand findet sich, der darauf Anspruch erhebt. Das gab es noch nie. Denn jede Partei setzt in ihrer Konstruktion stillschweigend den Ehrgeiz der Tüchtigen voraus, so, wie es jeder Verband tut oder auch die Wirtschaft. Will niemand, dann ist etwas gründlich schiefgelaufen.«

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