Meinung der anderen

BZ

Der Zentralrat der Muslime beschwört die Gefahr von rechts. Der muslimische Extremismus bleibt dabei leider unerwähnt, kritisiert Gunnar Schupelius.

»Mazyek hätte auch den muslimischen Extremismus nennen müssen, der ebenfalls Demokratie und Heimat zerstört. Das tat er aber nicht. Wir fragten deshalb nach: ›Weshalb haben Sie die radikalen Strömungen des Islam nicht als Gefahr für die Heimat in Deutschland benannt?‹

Darauf antwortete Mazyek, ›fast jede zweite Mitteilung des ZMD‹ drehe sich um Extremismus. Eine ›fehlende Auseinandersetzung‹ könne ihm ›ganz bestimmt nicht vorgeworfen werden‹. Es mag sein, dass sich jede zweite Mitteilung des Zentralrates mit dem radikalen Islam befasst. Aber deshalb muss man ja am Tag der offenen Moschee nicht darauf verzichten.

An diesem Tag wäre die Erwähnung sogar besonders wichtig. Am 3. Oktober will der Zentralrat nämlich beweisen, dass Islam und Demokratie vereinbar sind. Es gibt aber auch Prediger, die dem Islamismus nahe stehen und alles ganz anders sehen. Sie betrachten den Islam nicht nur als Religion, sondern als politisches System, in der die Scharia als oberste Rechtsordnung gilt.«

Link zum Artikel


Focus

»Eskaliert die Lage im Nahen Osten?« Gabor Steingart legt in seinem Gastbeitrag dar, warum Trump keinen Krieg will.

»Die Drohnenangriffe auf die wichtigste Ölraffinerie Saudi-Arabiens provozieren einen Krieg der Worte: Die USA seien ›locked and loaded‹, twitterte US-Präsident Donald Trump, was sinngemäß so viel bedeutet wie ›Gewehr bei Fuß‹.

Aber diese Worte bereiten mutmaßlich keinen ›war in full swing‹ vor, sondern ersetzen ihn. Die sieben Gründe, warum Trump jetzt kein Interesse an einer kriegerischen Auseinandersetzung hat, sind hochgradig rational.«

Link zum Artikel


Finanzmarkwelt

Die Devise der Europäischen Zentralbank (EZB) lautet immer noch: noch niedrigere Zinsen und noch mehr billiges Geld. Diese irrsinnige Politik wird gnadenlos scheitern. Man kann Probleme mit der Druckpresse in die Zukunft verschieben, jedoch keinesfalls lösen, so die Ökonomen und Bestsellerautoren Marc Friedrich und Matthias Weik.

»Es gibt dieses schöne Zitat: ›Wahnsinn ist, wenn man immer wieder das Gleiche tut, aber andere Resultate erwartet.‹ Exakt dies scheint seit der Finanzkrise 2008 das Motto der EZB zu sein. Anders kann man sich die immer gleiche und doch nicht wirkende Medikation der Notenbank nicht erklären. Denn die letzte Krise entstand auf Grund zu niedriger Zinsen und zu viel billigen Geldes. Nichtsdestotrotz lautet die Devise der Europäischen Zentralbank (EZB): noch niedrigere Zinsen und noch mehr billiges Geld.«

Link zum Artikel

Drucken