Meinung der anderen

WirtschaftsWoche

Die US-Notenbank hat abermals die Zinsen gesenkt, um die Konjunktur zu stützen. Der Investmentberater und Bestsellerautor Andreas Marquart warnt: »Die Geldflut der Notenbanken erodiert unseren Wohlstand und konterkariert alle Bemühungen um Nachhaltigkeit.«

»Die Geldvermehrung der Zentralbanken hat sehr viele schädliche Auswirkungen. Sie begünstigt einige Wenige auf Kosten der breiten Bevölkerung, der Staat gehört zu den Hauptprofiteuren. Außerdem führt die Ausweitung der Geldmengen zu Scheinaufschwüngen in der Wirtschaft, die irgendwann wieder in sich zusammenbrechen. Der Einbruch 2008 war so ein Ereignis. Auch die Eurokrise, die Griechenland, Spanien, Portugal und Irland an den Abgrund führte, ist ein Beispiel für solche Boom-Bust-Zyklen.«

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Neue Zürcher Zeitung

Für den 20. September haben Klimaaktivisten erneut zu einem weltweiten Klimastreik aufgerufen. Viele von ihnen machen den Kapitalismus für die Erderwärmung verantwortlich – zu Unrecht, wie die Geschichte zeigt. Ein Gastkommentar von Hubertus Knabe, Historiker und ehemaliger Direktor der Stiftung Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen.

»Stolz haben sich die jungen Leute vor dem Berliner Reichstag postiert, vor sich ein mannshohes Transparent, auf dem in riesigen Lettern steht: ›Capitalism kills‹. Sie protestieren gegen die ihrer Ansicht nach mangelhaften Bemühungen der deutschen Regierung, den Ausstoß von Kohlendioxid zu senken. Auch viele andere Aktivisten der Fridays-For-Future-Bewegung sind der Meinung, dass der Kapitalismus Schuld an den CO2-Emissionen trage, die für eine schleichende Erderwärmung verantwortlich gemacht werden. Das ›deutsche Gesicht‹ der Bewegung, Luisa Neubauer, erklärte zum Beispiel, es sei eine zentrale Frage, ob der Kapitalismus, den wir gerade erlebten, und Klimaschutz vereinbar seien. Die jüngere deutsche Geschichte legt indes eine andere Schlussfolgerung nahe.«

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Focus

Für Banker gibt es ein eigenes Himmelreich, und das liegt in den USA. Es gibt aber auch eine eigene Hölle, und die liegt in Europa. Dicht davor, im Fegefeuer enttäuschter Eitelkeiten, schmort die Deutsche Bank, stellt Gabor Steingart fest.

»Das von Christian Sewing geführte Geldhaus hat seit dem Boomjahr 2007 rund 90 Prozent seines Börsenwertes verloren. Eine aktuelle Studie der Beratungsfirma EY enthüllt, dass dieser Niedergang kein singuläres Ereignis ist. Die europäischen Banken verlieren seit der Finanzkrise an Boden, während die großen US-Banken bei Erträgen, Kunden und Börsenwert eine neue Ära eigener Herrlichkeit begründen.«

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