Meinung der anderen

BZ

»Diese Regelung soll Flüchtlingen ermöglichen, ihre Verwandten zu besuchen. Sie erzeugt aber hohe Kosten und lädt zum Missbrauch des Asylsystems ein«, kritisiert Gunnar Schupelius.

»Asylbewerber in Berlin können bis zu 20 Tage im Jahr ihrem Wohnheim fernbleiben, ohne dass ihr Heimplatz verloren geht. Der Senat übernimmt in diesem Zeitraum die vollen Kosten.

So steht es in einem Schreiben des Sozialsenats an den ›Flüchtlingsrat Berlin‹, das der ›BZ‹ vorliegt. Dort bestätigt Staatssekretär Daniel Tietze: ›Abwesenheiten von bis zu 20 Tagen (werden) nach vorheriger Anmeldung zugelassen. Die Kosten für die Freihaltung des Platzes werden dem Betreiber durch das Landesamt für Flüchtlinge erstattet.‹«

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Focus

Wütende Demonstranten haben verhindert, dass Bernd Lucke, der einstige Gründer der AfD, bei seiner Rückkehr an die Universität Hamburg eine Vorlesung halten konnte. Der Ökonomie-Professor wurde als »Nazi-Schwein« beschimpft und aus dem Saal vertrieben. Was solche Aktionen bewirken? Vor allem das: »Der wahre Rechtsextremismus wird verharmlost«, findet Margarete van Ackeren.

»Was für Bilder! Der Hochschullehrer Bernd Lucke muss unter Polizeischutz den Hörsaal der Universität Hamburg verlassen. Er wird von Beamten am Seiteneingang abgeholt und aus dem Gebäude geleitet. Er wurde vorher angerempelt, mit Papierkugeln beworfen, Aktivisten schwangen ›Antifa‹-Flaggen. Ihren Vorwurf skandierten sie – begleitet von wütenden Hau-ab-Rufen – immer und immer wieder: ›Nazi-Schwein‹.«

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Prometheus

Matthias Still macht sich Gedanken über Frau Merkel, das Elektroauto und das Problem mit dem ganzen Pferdemist.

»›Prognosen sind schwierig, vor allem, wenn sie die Zukunft betreffen‹, sagte einst Mark Twain, spitzfindig wie der alte Haudegen nun einmal war. Aber recht hat er. Es ist alles andere als einfach, vorherzusehen, wie die Zukunft wird. Denn das würde bedeuten, heute schon zu wissen, was 7,63 Milliarden Menschen morgen machen. Und das ist eine echte Mammutaufgabe, denn die allermeisten dieser Menschen machen eben das, was sie wollen. Und nicht das, was wir von ihnen erwarten. Und das macht alles so kompliziert.

Allerdings hat diese Tatsache im Laufe der Geschichte Menschen noch nie davon abgehalten, mutige Prognosen zur Zukunft zu treffen: Das gilt für das eigene Leben (›Oh nein, ich werde das nie schaffen!‹) genauso wie für die große weite Welt (›Das globale Wirtschaftswachstum wird um 0,2 Prozentpunkte einbrechen‹). Warum ist das so? Weil der Blick in die Glaskugel Menschen seit jeher fasziniert. Gewissheit zu erlangen über all das, was eigentlich ungewiss ist, bedient unser Bedürfnis nach Sicherheit. Und verleiht Macht – zumindest denjenigen, die glaubhaft darlegen können, zu sagen, was morgen sein wird.«.

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