Meinung der anderen

»nukeKlaus.net«-Blog

Das Institut zur Zukunft der Arbeit (IZA) veröffentlicht eine Studie über den Zusammenhang zwischen Strompreisen und Todesfällen. Ergebnis: Infolge des Strompreisanstiegs durch die Abschaltung der Kernkraftwerke nach Fukushima kam es zu vielen Todesfällen. Wer Energiepreise in schwindelnde Höhen treibt, rettet nicht die Erde vor dem »Hitzetod«, sondern tötet mittelbar Menschen, stellt der Nukleartechniker Dr. Klaus-Dieter Humpich dar.

»Hier geht es um ein Papier mit dem unverfänglichen Titel ›Be Cautious with the Precautionary Principle: Evidence from Fukushima Daiichi Nuclear Accident‹. Übersetzt etwa: Vorsicht mit dem Vorsorgeprinzip, Nachweis durch das Unglück in Fukushima. Was man auf den ersten Blick gar nicht vermuten mag, dieses Diskussionspapier stammt vom Institut zur Zukunft der Arbeit (IZA) in Bonn. Eine Wirtschaftsforschungseinrichtung der Deutschen-Post-Stiftung. Sie soll lt. wikipedia etwa 50 Mitarbeiter haben und in einer schmucken Villa in Bonn residieren. Was mag ein Forschungsinstitut zur ›Zukunft der Arbeit‹ in Deutschland bewegen, eine Studie über den Zusammenhang zwischen Strompreisen und Todesfällen zu veröffentlichen? Ein Schelm, wer dabei spontan an etwas ganz anderes als das Reaktorunglück in Fukushima denkt.«

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Tichys Einblick

»Kühnerts Wahl wäre richtig und folgerichtig für die traurige Ruine, die einst eine stolze Partei war. Für Kühnerts Wahl zum Parteivize existieren mehrere schlechte Gründe«, legt Klaus-Rüdiger Mai in seinem Artikel dar.

»Die SPD ist auf dem Weg, noch den letzten Sozialdemokratismus zu verlieren. Übrig bleibt eine Ansammlung von Funktionären, die aus Konzeptionslosigkeit einer neuen, im Grunde aber sehr alten und inzwischen reaktionären Idee folgen werden, die von den Jusos aus der Giftküche der Geschichte gewonnen wird. Man muss es ganz klar sagen: die SPD ist auf dem Weg, eine kommunistische Partei zu werden und die Linke noch links zu überholen. Ihren Wirklichkeitsverlust sucht sie im Delirium der Phrasen zu vergessen. Sie ist intellektuell auf dem Niveau eines Call-Centers angekommen. Deshalb ist die Wahl von Kevin Kühnert zum Parteivize nur konsequent.«

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Welt

»Es ist ein Alarmzeichen: Ein Fünftel aller 15 Jahre alten Schüler ist unfähig, einfache Texte zu lesen. So schön die Idee mit dem Früh-Englisch an Grundschulen war – sie ist sinnlos. Jetzt muss Deutsch-Unterricht höchste Priorität erhalten«, findet Thomas Vitzthum mit Blick auf die katastrophalen Ergebnisse der neuesten Pisa-Studie.

»Sechs Millionen funktionale Analphabeten gibt es in Deutschland. Das sind Menschen, die nur einfachste Wörter und Sätze lesen und schreiben können. Sinnzusammenhänge bleiben ihnen verschlossen. Die neue Pisa-Studie hat einen deutlichen Hinweis darauf gegeben, wieso diese Zahl so erschreckend hoch ist. Ein Fünftel aller 15 Jahre alten Schüler ist unfähig, einfache Texte zu lesen, zu verstehen oder etwas aus ihnen zu folgern. In einer Klasse mit 30 Kindern sind das sechs Schüler.

Es gibt heute sogar mehr miserable Leser als noch vor zehn Jahren. Eine Ursache dafür ist der wachsende Anteil von Kindern aus Migrantenfamilien, in denen Deutsch nicht Alltagssprache ist. Eine andere ist die fehlende Leseförderung in vielen, auch deutschen Familien. Eine weitere ist die mangelnde Lust deutscher Kinder, überhaupt zu lesen. Doch auch die Pädagogen müssen sich fragen, ob sie Lese- und Schreibkompetenzen gut genug vermitteln.«

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