Meinung der anderen

Focus

»Wie geht es Kleinkindern in Kitas und Krippen wirklich? Die Frage wird kontrovers diskutiert.« Hanne K. Götze, Autorin des Buchs »Die Sehnsucht kleiner Kinder«, erklärt anhand von wissenschaftlichen Fakten in ihrem Gastkommentar, warum sie eine frühe Fremdbetreuung von Kindern für gefährlich hält.

»Die Mutterliebe und das Da-Sein werden kleingeredet, ja für unnötig bis schädlich gehalten, hält man dadurch doch sein Kind von der vermeintlichen ›Bildung‹ in der Krippe fern. Eine lückenlose Erwerbstätigkeit der Mütter – und damit beider Elternteile – ist zum Ideal erklärt worden. Die finanzielle Lage von Familien wird zudem immer schwieriger. (Dass das eine mit dem anderen zusammenhängt, werden wir noch sehen.)

Infolge dieses Klimas wird die Mehrheit der Kleinkinder in den neuen Bundesländern meist in Einrichtungen betreut, und zwar schon seit zwei bis drei Generationen. Im Westen werden es immer mehr. Die Frage ist nun: Kann in einer Krippe die Sehnsucht kleiner Kinder, die ihnen instinktiv eingegeben ist, gestillt werden?«

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Tichys Einblick

»Omagate beim ›WDR‹ und die Weichzeichnung von Terror als ›Streit‹ beim ›ZDF‹ sind sprechende Symptome: In den ÖRR haben Aktivisten der NGOs und anderer steuerfinanzierter Organisationen der sogenannten Zivilgesellschaft die Macht übernommen«, stellt Fritz Goergen fest.

»Marc Felix Serrao schrieb in der ›NZZ‹: ›Die Diskussion sollte jetzt erst beginnen. Denn dem „WDR“ ist nicht einfach nur ein Fehler unterlaufen. Der Riesensender, mit knapp 4.300 festen Mitarbeitern der größte des Landes und, nach der „BBC“, der zweitgrößte des Kontinents, ist selbst ein Fehler. Um das zu erkennen, muss man erst das gebührenfinanzierte System als solches und dann den „WDR“ im Besonderen in den Blick nehmen.‹

Aus dem lesenswerten Text greife ich hier nur den Satz des Intendanten auf, den Serrao aus dem Geschäftsbericht des ›WDR‹ zitiert: ›Wir ermöglichen den Menschen in Nordrhein-Westfalen, an gesellschaftlichen Diskussionen teilzunehmen.‹

Ähnliches wird sich bei anderen Sendern finden. Ich bezweifle, ob schon mal irgendeinem Parteioberen aufgefallen ist, dass der ÖRR mit solchen Sätzen die Überflüssigkeit der Parteien dokumentiert. Was dieses Intendantenwort sagt, definierte das Grundgesetz als Aufgabe der Parteien viel bescheidener als der Intendant die Aufgabe der ÖRR.«

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Achgut-Blog

Der Autor Alexander Dellwo war lange als leitender Bauüberwacher tätig. Er hat die zu Verfügung stehenden Quellen über den Brand im Krefelder Affen- und Tropenhaus ausgewertet und kommt zu dem Schluss: Die Tiere wurden Opfer einer kumulierenden Kaskade behördlicher Unfähig- und Untätigkeiten.

»Dem Leser sei hier erklärt, dass es sich bei dem 1975 eröffneten Affen- und Tropenhaus um ein Gebäude handelt, welches einen Stahlskelettbau darstellt, dessen Flächen zwischen den Stahlträgern mit Glas, ähnlich der Bauweise eines Gewächshauses gefüllt wurde. Als Fundament dieses Korpus wurde eine aus Stahlbeton bestehende Bodenplatte gesetzt. Durch die Verwendung von nicht brennbaren Baustoffen wie Stahl, Glas und Beton gelten die so errichteten Gebäude als schwerst entflammbar.

Die auf den ersten beiden Pressekonferenzen von Reportern gestellte Frage, womit das innerhalb von 5 Minuten vollständig in Flammen stehende Gebäude erklärt werden könne, entgegnen die Fachleute der Berufsfeuerwehr Krefeld mit Unwissen. Diese scheinbare Unwissenheit darf für den Einsatzleiter des Löschzuges auf der ersten Pressekonferenz, welche wenige Stunden nach dem Brand im Krefelder Zoo abgehalten wurde, mangels Wissen um die vorhandenen Baustoffe in Ordnung gehen.«

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