Meinung der anderen

Tagesspiegel

Das führende Hauptstadt-Blatt beschäftigt sich mit der Klausur des SPD-Vorstandes und sieht schwarz für die Genossen:

»Mit der neuen, linkeren Sozialpolitik verbindet der Vorstand um die angeschlagene Vorsitzende Andrea Nahles große Hoffnungen. Man will das Hartz-Trauma der Partei heilen, die Schröder-Ära endlich vergessen machen und ehemalige Stammwähler zurückgewinnen – nach dem Motto aus einem alten Arbeiterlied: ›Hell aus dem dunklen Vergangenen, leuchtet die Zukunft hervor.‹ Die nahe Zukunft sieht jedoch düster aus für die Sozialdemokraten. Für alle Wahlen in diesem Jahr sagen die Umfragen für die SPD niederschmetternde Verluste voraus.«

Link zum Artikel


Vera Lengsfeld

Der Publizist Josef Hueber, Studiendirektor für Deutsch und Englisch, merkt im Autoren-Blog von Vera Lengsfeld zur »Symbolkraft der Nationalflagge« an:

»Die Bundeskanzlerin hat es demonstriert. Als man ihr, wie auf YouTube nachzusehen, die deutsche Flagge in die Hand gab und sie diese verächtlich, mit einem Gesichtsausdruck, wie man ihn bei der Konfrontation mit Unappetitlichem annimmt, wegwarf, verriet sie spontan, ohne eine Sekunde des Nachdenkens, ihre intuitive Einstellung zu dem, was man das Symbol für den Identität stiftenden, nicht im geringsten chauvinistischen Stolz einer Nation bezeichnen kann: die Nationalflagge. Eine solch verneinende Geste, dargeboten vom amerikanischen Präsidenten Trump, von Russlands Putin, geschweige denn von Israels Netanjahu, ist jenseits politischer Vorstellungskraft. Und zwar nicht undenkbar, weil sie damit gegen die Gefühlslage der ›Rechten‹ im eigenen Land verstoßen würden, sondern weil es ihre authentische, innerste Überzeugung ist, dass dies einer Absage an das Bekenntnis zur eigenen Nation, die nicht bloß durch ›alle hier Lebenden‹ definiert ist, gleichkommen würde. Der Respekt vor der Symbolkraft der nationalen Flagge — und damit vor der per Eid bekundeten Verpflichtung, dem Volk und der Nation zu dienen — darf als die innerste Überzeugung wohl aller Staatsrepräsentanten unterstellt werden. Offensichtlich mit Ausnahme der deutschen.«

Link zum Artikel


Süddeutsche Zeitung

Einem ganz anderen Thema, nämlich der Not der Vögel im Winter widmet sich ein Kommentar in der Online-Ausgabe der ›SZ‹:

»Bis zu 20 Millionen Euro geben die Deutschen jährlich für Vogelfutter aus. Wichtiger aber wäre mehr Wildwuchs in der Landschaft und in den Gärten. […] Die Pestizide der industrialisierten Landwirtschaft, die zugunsten klinisch sortenreiner Äcker vernichteten Sträucher, Hecken, Tümpel und Mulden rauben Vögeln ihren Lebensraum. Zwar ist es in den vergangenen Jahren gelungen, einigen prominenten Federtieren wieder Geltung zu verschaffen. Uhus und Störche werden gepäppelt, und eine deutsche Adlerfamilie ist per Webcam im Internet zu beobachten. Aber die kleinen, einst allgegenwärtigen Piepmatze wie Star, Schwalbe, Lerche und Kiebitz verschwinden nachweislich. 60 Prozent weniger Vögel als vor 35 Jahren kreisen über Deutschlands Äckern.«

Link zum Artikel

Drucken

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here