Meinung der anderen

Focus

Im Bundestag wird in dieser Woche debattiert, Kinderrechte in die Verfassung aufzunehmen. Was erst mal nett klingt, hat einen Hintergedanken: Grüne und Linke wollen sich den Zugriff auf die künftigen Generationen sichern und stellen dabei Eltern und deren Erziehungskompetenz unter Generalverdacht, kritisiert Birgit Kelle in einem Gastbeitrag.

»Ab welchem Alter werden aus Kindern eigentlich Menschen? Wem diese Frage seltsam vorkommt, hat verfassungsrechtlich jetzt bereits mehr begriffen als die gesamte Fraktion der Grünen, die am heutigen Donnerstag im Bundestag einen Gesetzesentwurf diskutieren lässt, um Kinderrechte im Grundgesetz zu verankern.«

Link zum Artikel


Neue Zürcher Zeitung

Der Fifa-Präsident Gianni Infantino – für vier weitere Jahre im Amt – erklärt es zu seinen Prioritäten, Klubs und Nationalteams aus Amerika, Asien und Afrika zu stärken und so Europas Fußball-Dominanz zu brechen.

»Den millionenschweren Klubs aus England, Spanien und Deutschland, die jahrzehntelang den Fußball geprägt haben, droht eine Zeitenwende. Der Fifa-Präsident Gianni Infantino hat in Paris klarer als je zuvor dargestellt, wie sich die Kräfteverhältnisse im wichtigsten Sport der Welt verschieben sollen, wenn es nach ihm geht. Die Ära der europäischen Dominanz soll enden.«

Link zum Artikel


Focus Online

Prof. Dr. Thomas Jäger, Inhaber des Lehrstuhls für Internationale Politik und Außenpolitik an der Universität zu Köln, übt in einem Interview vernichtende Kritik an Merkels Umgang mit Trump. Merkels Art von Total-Opposition gegen den US-Präsidenten kann Deutschland »teuer zu stehen kommen«.

»»Dass die Bundeskanzlerin versucht, Allianzen gegen Trump selbst in Bereichen zu schmieden, aus denen weder Deutschland noch Europa einen Nutzen ziehen können, halte ich für einen sehr großen Fehler. Trump und Merkel sind beide sehr ausgeprägte Machtpolitiker. Es gibt aber einen Unterschied, den die Kanzlerin offenbar völlig ignoriert: Trumps Macht ist gedeckt durch die wirtschaftliche und militärische Bedeutung der USA, Merkels hingegen nicht. Und wenn sich die Kanzlerin dann in Harvard hinstellt und eine Stunde lang auch ohne direkte Nennung von Namen und Amt im Grunde nichts anderes sagt, als dass Trump doof sei, dann hat sie einen bedenklichen Anteil an der Eskalation.«

Link zum Artikel

Drucken