Meinung der anderen

Tichys Einblick

In den letzten Tagen vor dem Klima-Urlaub noch einmal das Aufbäumen der Kinder-Revolution gegen die Industriegesellschaft – unter großem Beifall von Politikern und Journalisten. Dabei ist die Lage längst ernst und verlangt nach ernsthaften Antworten, stellt Roland Tichy zu der Anbiederei der politischen Klasse fest.

»Die Politik schweigt dazu nicht. Sie klatscht Beifall. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder will den Braunkohleausstieg acht Jahre vorziehen, um der Kinderbewegung nach dem Mund zu reden und ein paar Sekunden Sendezeit bundesweit zu ergattern, nicht nur im Haussender. Der Strom, wie abgeschmackt ist das denn, kommt ja aus der Steckdose, und bis dahin aus Frankreichs Atommeilern, die dankenswerter Weise nicht abgeschaltet werden. Aber kommt er noch, der Strom? Söder heischt nach dem billigsten Jubel wie ein alternder Kabarettist, über dessen Altherrenwitze niemand mehr lachen will. Aber der Witz wird ja Realität.

Deutschland befindet sich in einer Art Kulturrevolution. Unter Jubel und mit dem Beifall der Politik werden Kinder-Revolutionäre auf die Straße geschickt wie Maos Rote Garden.«

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Junge Freiheit

Bei Küken ist es also »Schreddern«, bei Kindern im Mutterbauch wurde es aseptisch und verbraucherfreundlich umgeschrieben, auf dass sich niemand durch martialische Sprache gestört oder irritiert fühle, stellt die Journalistin Birgit Kelle in ihrem Gastbeitrag »Von Küken und Kindern« fest.

»Zu den Schlagzeilen, die wir niemals in den Tageszeitungen lesen oder bei ›ARD‹-Reportagen hören werden, gehören jedoch jene wie: ›Kinder ohne Kindheit‹ oder auch ›Kinderschreddern ethisch skandalös‹. Dabei findet es täglich statt. In den vergangenen 20 Jahren wurden über fünf Millionen Kinder im Bauch ihrer Mütter zerstückelt und getötet, weil sie gerade aus unterschiedlichen Gründen nicht ins Lebenskonzept ihrer Eltern passten. Tausche das Wort ›Küken‹ gegen ›Kinder‹ und der Skandal fällt aus, weil niemand die Praxis beim Namen nennt.«

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Liberale Warte

»Zu dumm, dass der Tagebau Garzweiler kein Fast-Food-Restaurant anbietet, in dem man sich zwischendurch hätte stärken können«, stellt Ramin Peymani, iranisch-stämmiger Buchautor und Publizist, zu den unvorstellbaren Höllenqualen der »Generation Z« fest.

»Es ist überstanden. Vorbei ist das Protestwochenende Zehntausender Teenager, zu denen sich viele ›Alt-68er‹ gesellt hatten, die sich noch einmal jung und hipp fühlen durften. Sogar den eigenen Müll versprachen die Jugendlichen diesmal wieder einzusammeln. Diesen hatten sie im Vertrauen darauf, dass irgendwer, wie Mutti daheim, schon hinter ihnen aufräumen wird, bei früheren Protesten auch gerne mal zurückgelassen. In Aachen ist die Demonstration friedlich verlaufen. Nicht so im Tagebau Garzweiler. Gewaltbereite ›Ende-Gelände‹-Kämpfer – medial als ›Aktivisten‹ verniedlicht – lieferten sich Auseinandersetzungen mit der Polizei und versuchten ihre Kumpanen zu ›befreien‹, die von den Einsatzkräften zur Aufnahme der Personalien festgehalten wurden.«

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