Meinungsfreiheit ade:

YouTuber »Shlomo Finkelstein« drohen 5 Jahre Haft wegen Islamkritik

Der 22-jährige YouTuber, der unter dem Namen »Shlomo Finkelstein« den Kanal »Die vulgäre Analyse« betrieb, wird nach eigener Aussage voraussichtlich wegen Volksverhetzung angeklagt. Die Website ›Belltower News‹ der Amadeu Antonio Stiftung stellte einen Klarnamen und Wohnort ins Netz, obwohl »Shlomo« seit Jahren Morddrohungen bekommt. Zum Glück den falschen Namen, wie »Shlomo« exklusiv dem Deutschland Kurier sagte.

YouTuber Alex Malenki (li.) interviewt seinen Kollegen »Shlomo Finkelstein« alias »Die vulgäre Analyse«

Der 22-jährige Musiker wurde mit seinem beißenden Witz und Intellekt und schonungsloser Regierungs- und Islamkritik einer der bekanntesten deutschen YouTuber. Obwohl seine Videos teilweise nach nur wenigen Minuten wieder gesperrt wurden und die GEZ-Sender organisiert mit Copyright-Klagen gegen ihn vorgingen, luden seine Fans seine Videos herunter und sorgten für deren Verbreitung.

Der YouTuber gab sich den Namen »Shlomo Finkelstein«, um echte Neo-Nazis zu ärgern, stellt sich gerne als Karikatur eines hakennasigen Juden mit Rattenkörper dar und lieferte ein leidenschaftliches Plädoyer für den Staat Israel im Kampf gegen den Terror. Alternativ stellt er sich als Samuel Johnson dar, den englischen Essayisten des 18. Jahrhunderts, der für seinen beißenden Witz bekannt war.

Legendär sind »Shlomos« Auseinandersetzungen mit den – viel weniger erfolgreichen – GEZ-YouTubern von »Funk«. Es begann mit einem Video, in dem er die Polizeiliche Kriminalstatistik 2016 zerpflückt, um aufzuzeigen, dass die Vergewaltigungsrate unter Migranten sich zum Vorjahr in manchen Gruppen teilweise vervierfacht hatte.

Als der »Funk«-Moderator Rayk Anders ein Video über Gewalt gegen Frauen (#metoo) machte, und die Einwanderungsproblematik völlig außer Acht ließ, konfrontierte »Shlomo« ihn mit den Zahlen. Als Rayk Anders seine Analyse in Frage stellte, antwortete »Shlomo« mit dem legendär gewordenen Video »Rayk gegen mich und den Dreisatz«. Rayk Anders drehte daraufhin mit Gebühren finanziert die Doku »Lösch dich! So organisiert ist der Hate im Netz«, in der er u. a. die völlig harmlosen YouTuber »Dorian« und »Imp« als Nazis verunglimpfte, indem er ihr Interview völlig aus dem Kontext riss – ein Riesenskandal in der deutschen YouTube-Szene.

»Shlomos« Videos haben es sogar bis in den Bundestag geschafft. Als »Die vulgäre Analyse« enthüllte, dass Mitglieder von Jan Böhmermanns »Reconquista Internet« dazu aufgerufen hatten, die Eltern der ermordeten Susanna Feldmann zu mobben, verfasste der AfD-Abgeordnete Petr Bystron eine Anfrage an die Bundesregierung zu ihrer Beteiligung an »Reconquista Internet« über die Kampagne »No Hate Speech«. Die Bundesregierung bestritt in ihrer Antwort jede Verantwortung.

»Shlomo« gab nun dem YouTuber Malenki ein Interview – maskiert. Laut »Shlomo« war der Anschlag auf die Redaktion von ›Charlie Hebdo‹ am 7.1.2015 der Auslöser für ihn, Videos zu machen. »Es gab eine Menge Leute aus meinem Gymnasium, die fast mit dem Anschlag sympathisierten, die gesagt haben, wir dürfen solche Sachen nicht sagen, weil das deren Religion ist, und das sei ja auch ein bisschen unsere Schuld. Das hat mich so wütend gemacht, dass ich ein paar Tage nicht schlafen konnte. Deshalb habe ich beschlossen, etwas dagegen zu machen.«

»Shlomo« hatte über dreieinhalb Jahre sehr großen Erfolg mit bis zu 80.000 Abonnenten auf seinem Hauptkanal »Die vulgäre Analyse«, aber musste ständig neue Kanäle aufmachen, da sie von YouTube gesperrt wurden. Insgesamt hatte er etwa 30 Kanäle auf YouTube, seine Videos werden immer noch von Fans gespeichert und nochmals hochgeladen (»gespiegelt«). Vergangenes Jahr wich »Shlomo« auf den Kanal dTube aus, als die YouTube-Sperren teilweise bereits Sekunden nach dem Hochladen kamen. Momentan befindet sich sein einziger offizieller Kanal auf SteemIt. Er diskutiert auf YouTube allerdings regelmäßig mit den Kollegen »Bleilo« und »Kameramann« und Gästen auf dem Kanal »Die Salzmine« zu politischen Themen.

Malenki fragte »Shlomo«, warum er in seinen Videos als Hintergrundschleife den Koran verbrennt und Speck darauf brät: »Warum nicht?«, war die Antwort. »Mein Hauptbeweggrund ist Freiheit. Wenn mir Leute sagen wollen, dass ich etwas nicht machen kann, dann will ich exakt das machen – solange es nicht die Freiheit von jemand anderem verletzt. Und das (die Koranverbrennung) war die ultimative Geste gegen die Religion, die uns am meisten unterdrückt.«

Die Höchststrafe für §130 Volksverhetzung ist 5 Jahre Haft, Mindestmaß ist eine Geldstrafe. »Shlomo« befürchtet, man wolle nun an ihm ein Exempel statuieren. »Es war mir nicht bewusst, dass der Paragraph Volksverhetzung so nebulös ist, dass alles, was du gegen eine Religionsgemeinschaft sagst, bereits als Volksverhetzung gewertet werden kann.«

»Shlomo« werde weiterhin Videos machen, sagt er, aber mehr darauf achten, rechtlich nicht angreifbar zu sein. Er nannte das Beispiel seines Kollegen Idiotenwatch, der »sehr genau guckt, dass er im Rahmen des Gesetzes bleibt«. Bewundernswert mutig bleibt der 22-Jährige bei seinem Engagement für die Meinungsfreiheit: »Wenn die Frage ist: ›Würde ich die Konsequenzen in Kauf nehmen, um es noch einmal so zu machen‹, dann ja.« Politischer Aktivismus sei es wert, im schlimmsten Fall dafür ins Gefängnis zu gehen. Die Grenzen der Meinungsfreiheit sieht »Shlomo« bei Aufrufen zu Gewalt, Verleumdung und Drohungen. Alles andere müsse erlaubt sein.

Im Januar wurde »Shlomo« schließlich durch die Zusammenarbeit von Mainstream-Presse und Kahane-Stiftung identifiziert. Die Auseinandersetzung zwischen »Shlomo« und Rayk Anders inspirierte wohl den Hacker »0rbit« im Dezember, persönliche Daten über Politiker und Prominente wie Rayk Anders und Jan Böhmermann auf ›Twitter‹ zu veröffentlichen. Aufgebrachte Mainstream-Medien nannten den Hack eines 20-Jährigen »einen der größten Hackerangriffe aller Zeiten«. Linke Aktivisten wie ARD-Faktenfinder Patrick Gensing und Christos Pantazis der Niedersachsen-SPD und viele andere wiesen vielsagend darauf hin, dass es bei dem Hack keine AfD-Politiker getroffen hätte, und unterstellten so wahrheitswidrig eine Beteiligung der AfD.

Die Fahndung nach dem bekennenden DVA-Fan »0rbit« brachte den ›Spiegel‹ und die Amadeu Antonio Stiftung dazu, »Shlomo« entlarven zu wollen. Dem Bericht des ›Spiegels‹ vom 22.1.2019 nach zu urteilen waren es eher Journalisten, die Jagd auf den erfolgreichen jungen Rivalen aus den neuen Medien machten, nicht die Behörden:

»Es gibt … zahlreiche Indizien und Spuren im Netz, die zusammen mit mehreren übereinstimmenden Hinweisen aus der Szene zu einem jungen Musiker aus Nordrhein-Westfalen führen. Dem Haus, in dem er gemeldet ist, sieht man von außen nicht an, dass es bewohnt wird. Die meisten Rollos sind heruntergelassen, der Vorgarten ist verwildert. Die Namensschilder, die mal an der Türklingel und auf dem Briefkasten klebten, hat jemand abgekratzt. Nach wiederholtem Klingeln öffnet an einem Donnerstagmorgen eine Frau die Tür, gerade einen Spalt weit, sie trägt einen pinkfarbenen Bademantel, es könnte die Mutter des Musikers sein. Man suche ihn, sei er zu sprechen? Der ist gerade nicht da, sagt die Frau. Als man sie auf den YouTube-Kanal anspricht, sagt sie: Ach so, nein, also ich sage mal: Tschüss. Dann geht die Tür zu. Auch Behörden sind dem Hetzer offenbar auf den Fersen …«

Die Webseite ›Belltower News‹ der Amadeu Antonio Stiftung, die kein Impressum aufweist, ist bei der Jagd auf »Shlomo« noch einen Schritt weitergegangen: Sie hat den Klarnamen und Wohnort eines Frankfurters veröffentlicht, den sie für den Betreiber des Kanals »Die vulgäre Analyse« hält. Da »Shlomo« wegen seiner rabiaten Islamkritik schon seit Jahren wüste Morddrohungen aufgebrachter Moslems erhält, ein lebensbedrohlicher Schritt. Linke Trolle etablierten auf ›Twitter‹ das Hashtag #JVAforDVA und wünschten »Shlomo« Tod und Vergewaltigung im Gefängnis.

Dem ›Deutschland-Kurier‹ ist es gelungen, Kontakt mit »Shlomo« aufzunehmen, der sich versteckt halten muss. Laut seiner Aussage hat die Amadeu Antonio Stiftung den falschen Namen veröffentlicht. Es geht ihm den Umständen entsprechend gut und er wartet nun auf die mögliche Zustellung einer Klageschrift. »Shlomo« äußerte sich am Samstag in dem Video Meine Antwort auf Spiegel, Frontal 21 & #JVAforDVA zu den Vorwürfen.

AfD-MdB Petr Bystron sagte gegenüber dem ›Deutschland-Kurier‹: »Die Amadeu Antonio Stiftung beschäftigt Menschen, die Autos von AfD-Mitgliedern anzünden, und macht Jagd auf kritische junge YouTuber, weil sie eine andere Meinung haben. Wir werden alles dafür tun, dass dieser unsägliche Hetzverein nie wieder einen Euro Steuergelder bekommt.«

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