Merkel, Söder, Seehofer – ein Herz und eine Seele

So schnell kann man nicht umdenken, wie sich bayerische CSU-Politiker wenden. Für Merkel, gegen Merkel, gegen Merkel, für Merkel. Es wird einem geradezu schwindelig.

Die jüngste gemeinsame Veranstaltung in Augsburg zeigte dem Volke – oder um es mit Merkel zu sagen, denen, die schon länger hier leben – alle drei herzlich vereint.

Keine Rede mehr davon, dass mit Merkel die Frau herzlichst empfangen wurde, der Seehofer vor Kurzem noch mit gutem Grund vorgeworfen hat, dass sie eine »Herrschaft des Unrechts« ausübt. Und nahezu alle in der CSU, auch Markus Söder, stimmten seinerzeit in diese gravierende Anklage gegen die Bundeskanzlerin ein. Heute: alles vergessen.

Einig sind sich heute Horst Seehofer und Markus Söder, dass der Islam nicht zu Deutschland gehöre. Die Kanzlerin sieht das dezidiert anders. So wie einst auch Markus Söder. Im Rahmen einer Festveranstaltung ausgerechnet bei der vom türkischen Religionsministerium kontrollierten DITIB ließ er wissen, dass der Islam zu Bayern gehöre.

Der CSU-Vorsitzende Horst Seehofer macht seinem Spitznamen »Drehhofer« wieder alle Ehre – mal lobt er die Kanzlerin, mal lässt er kein gutes Haar an Angela Merkel (CDU)

Was um alles in der Welt soll der Wahlbürger davon halten? Was heute gesagt wird, gilt bereits morgen nicht mehr. Selbst die engagiertesten CSU-Fans, zu denen ich sehr, sehr lange gehörte, wenden sich in Trauer ab.

Also den Blick auf andere Parteien werfen. Favorit sind in Bayern offenkundig derzeit die Grünen als möglicher Koalitionspartner der CSU. Da weiß man, wo man dran ist. Aber wissen das wirklich alle?

Bei der elementarsten Frage für die die Zukunft unseres Landes, unserer kulturellen Identität ist unverhohlenes Programm der Grünen: Alle Menschen unseres Erdballs, die es hierher zieht, werden aufgenommen. Wer bereits hier ist, darf bleiben. Migrationsforscher vermitteln wieder und immer wieder, dass hunderte von Millionen Afrikanern bereits auf gepackten Koffern Richtung Europa, sprich Deutschland, sitzen. Die Grünen ignorieren, dass bereits heute die Integration vieler Zugezogener in weiten Teilen misslungen ist.

Wer mag sich diesen zerstörerischen Programmansatz der Grünen in der Realität vorstellen? Offenkundig zu viele in Bayern.

Also braucht es eine Alternative dazu. Nicht ohne Grund haben sich bei der letzten Bundestagswahl mehr Bürger als erwartet für die AfD entschieden. In ihr sehen mehr und mehr Menschen das nötige Korrektiv, um Deutschland und seine wunderbaren Bundesländer gut in die Zukunft zu führen. Ein »weiter so« wirkt zerstörerisch nicht nur für Deutschland, sondern auch für die gesamte Europäische Union.

Erika Steinbach

war von 1990  bis  2017 Abgeordnete im Deutschen Bundestag. Sie trat im Januar 2017 aus Protest gegen Merkels Massen­­einwanderungspolitik aus der CDU aus.

QUELLEBild: imago
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