Merkels langer Schatten

Es war ein Fanal für die längst zur reinen »Merkel-Partei« mutierte CDU: 27 Prozent erzielten die Christdemokraten bei der hessischen Landtagswahl am 28. Oktober. Das sind rund 11,3 Prozent weniger als bei der Landtagswahl 2013. Die Masseneinwanderungs-Kanzlerin Angela Merkel zog am darauffolgenden Tag die Konsequenzen: Sie gab bekannt, zum Parteitag im Dezember nicht mehr für den Parteivorsitz kandidieren zu wollen. Zugleich wolle sie »nur« noch diese Legislaturperiode Kanzlerin bleiben. Ob das ein ausreichender Grund zum Aufatmen ist, darf bezweifelt werden. Denn das »System Merkel« hat sich längst tief in der Bundesrepublik Deutschland eingebrannt.

Ein wahrhaft patriotisches Profil wird die CDU auch mit potenziellen Nachfolgern wie Jens Spahn, Friedrich Merz oder Annegret Kramp-Karrenbauer nicht gewinnen.

Eben jene Politiker absolvierten ihre Karriere im Schatten der Masseneinwanderungs-Kanzlerin, sie tolerierten oder unterstützten ihre für Deutschland fatale Politik wesentlich.

»Eine falsche Zuwanderungspolitik hat Konsequenzen. Die Menschen lassen sich so eine unverantwortliche Einladungs- und Willkommenspolitik nicht gefallen. Nun den Preis für ihre fatale Politshow zu zahlen, ist eine längst überfällige Entscheidung«, urteilt jetzt Österreichs Vizekanzler Heinz-Christian Strache (FPÖ) zum Rückzug der Kanzlerin. In der von Merkels Willkommens-Wahn stark betroffenen Alpenrepublik bleibt der Wunsch stark, dass mit dem Rückzug der Masseneinwanderungs-Kanzlerin auch die selbstmörderische Einwanderungspolitik ein Ende findet. Dafür braucht es freilich keine Schein-Wende in der CDU, sondern eine starke, einwanderungskritische Opposition in den Parlamenten. Da erscheint es geradezu folgerichtig, dass Strache der AfD zu ihrem deutlichen Wahlerfolg in Hessen gratuliert.

Johannes Schüller

ist Chefredakteur von wochenblick.at, dem Online-Portal der österreichischen Zeitung ›Wochenblick‹.

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